In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat FZSV Rußbach am Sonntag FC Würnitz mit 9:0 abgefertigt und schon früh die Richtung vorgegeben. Obmann Philipp Ehrentraud sah über die gesamten 90 Minuten einen klaren Unterschied. „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft. Mehr Ehrgeiz, mehr Spirit, mehr Torchancen, spielerisch besser“, sagte er nach einer Partie, in der die Gastgeber schon zur Pause mit 4:0 vorne lagen.

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Auch wenn der erste Treffer erst in der 21. Minute fiel, beschrieb Ehrentraud die Partie als ein von Beginn an klares Spiel aus Sicht der Hausherren. Den Auftakt machte Fadim Bedzeti mit dem 1:0, nur sechs Minuten später half Würnitz mit einem Eigentor von Florian Madlberger zum 2:0 nach. Damit war die Partie früh in eine eindeutige Richtung gelaufen, und Rußbach ließ nicht nach. Bedzeti erhöhte in der 31. Minute auf 3:0, kurz vor dem Seitenwechsel stellte Marcel Micanovic auf 4:0. Die Halbzeitführung war deutlich, und sie passte exakt zu jener Einordnung, die Ehrentraud nach dem Schlusspfiff wählte. „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft“, sagte der Obmann noch einmal und verwies dabei nicht nur auf die Tore, sondern auch auf den insgesamt größeren Einsatz und die größere Zielstrebigkeit seines Teams.
Wer nach dem 4:0 zur Pause auf eine ruhigere zweite Hälfte gehofft hatte, bekam aus Sicht der Gäste keine Entlastung. Rußbach blieb das aktivere Team und schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Bedzeti traf in der 66. Minute zum 5:0 und schnürte später mit dem 8:0 in Minute 76 seinen Viererpack. Dazwischen kam ein weiteres Eigentor dazu, diesmal durch Emanuel Ademoski zum 6:0. Patrick Osmann erhöhte in der 73. Minute auf 7:0, den Schlusspunkt setzte Daniel Obritzhauser in der 87. Minute mit dem 9:0. Ehrentraud gefiel dabei nicht nur die Anzahl der Treffer, sondern auch deren Entstehung. „Es waren alle Tore schön. Es waren zwei Eigentore dabei, aber die restlichen sieben Tore waren gut herausgespielt“, sagte er. Gleichzeitig sprach er offen an, dass Würnitz im Defensivverhalten große Probleme hatte und Rußbach diese Räume mit der eigenen Qualität konsequent nutzte.
Viel Diskussionsstoff blieb bei so einem Spiel naturgemäß nicht übrig, und auch Ehrentraud machte daraus kein großes Thema. „Der Schiedsrichter hat wenig zu tun gehabt“, sagte er knapp. Interessanter war für ihn der Blick auf die eigene Mannschaft, obwohl das Ergebnis kaum Wünsche offenließ. „Verbesserungspotenzial sehe ich nur darin, dass wir gegen so eine Mannschaft noch mehr Ballbesitz und noch mehr Spielsituationen herausspielen hätten müssen“, meinte er. Dazu kam seine sehr deutliche Einschätzung des Gegners: „Der einzige Lichtblick war der gegnerische Tormann. Sonst hätte das Ergebnis höher ausfallen können.“ Am Ende führte Ehrentraud alles auf einen Punkt zurück. „Der entscheidende Unterschied war die Qualität der Mannschaften“, sagte der Rußbach-Obmann. Nach einem 9:0, das sich vom 1:0 bis zum 9:0 Schritt für Schritt in dieselbe Richtung entwickelte, fiel diese Bilanz entsprechend klar aus.