In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat der FC Würnitz am Samstag den ATSV Hollabrunn mit 3:0 besiegt und sich nach Einschätzung von Trainer Markus Stroschneider den Erfolg klar verdient. Der Doppelpack von Maurizio Tumpach und ein Distanztreffer von Niklas Hornyak entschieden die Partie, doch für den Würnitzer Coach begann der Weg zum Sieg schon viel früher: mit einer fairen Aktion eines Hollabrunner Spielers, der einen zu Unrecht gegebenen Elfmeter richtigstellte.

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Stroschneider wollte nach dem Schlusspfiff zuerst gar nicht mit dem Ergebnis beginnen, sondern mit einer Szene aus der Anfangsphase. "Der wichtigste Moment war die Ehrlichkeit eines Spielers von Hollabrunn", sagte der Trainer. Der Schiedsrichter hatte nach rund zwanzig Minuten auf Elfmeter für die Gäste entschieden, doch der betroffene Hollabrunner stellte klar, dass es kein Foul gegeben hatte. So blieb es beim 0:0, und genau darin sah Stroschneider einen ganz wesentlichen Punkt für den weiteren Verlauf. Würnitz musste dadurch keinem frühen Rückstand hinterherlaufen und fand nach einer ohnehin heiklen Anfangsphase besser in die Partie. Ganz zu Beginn hatten die Gäste noch eine Topchance, danach aber bekam Würnitz immer mehr Zugriff und legte das Spiel aus Sicht des Trainers Schritt für Schritt auf die eigene Seite.
Obwohl Würnitz laut Stroschneider wieder einige Ausfälle zu verkraften hatte, gefiel ihm vor allem, wie sich seine Mannschaft in die Partie hineinarbeitete. "Wir sind immer besser ins Spiel gekommen", sagte er. Die Gastgeber hielten nicht nur kämpferisch dagegen, sondern versuchten diesmal auch, von hinten heraus Fußball zu spielen. Dazu passte, dass die Defensive stabil stand und das Mittelfeld sauber arbeitete. Ein Rückkehrer gab der Abwehr nach Aussage des Trainers zusätzlich Sicherheit. Belohnt wurde dieser Auftritt in der 30. Minute. Würnitz eroberte den Ball im Mittelfeld, spielte einen Steilpass in die Tiefe, und Maurizio Tumpach lief allein auf den Tormann zu. Der Stürmer blieb ruhig und spitzelte den Ball zum 1:0 vorbei. Mit dieser Führung gingen die Hausherren auch verdient in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wollte Würnitz die knappe Führung nicht bloß verwalten. "Wir haben versucht, Fußball zu spielen, das ist uns ein paar Mal ganz gut gelungen", erklärte Stroschneider. Lange blieb es zwar beim 1:0, doch die Gastgeber blieben das aktivere Team und suchten weiter konsequent den Weg nach vorne. In der 76. Minute fiel dann das 2:0, und der Trainer beschrieb die Szene fast als Kopie des ersten Treffers: wieder ein starker Pass in die Tiefe, wieder war Maurizio Tumpach durch, wieder lief er allein auf den Tormann zu und brachte den Ball vorbei. Fünf Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Niklas Hornyak sah, dass der Hollabrunner Tormann weit vor seinem Tor stand, zog aus rund dreißig Metern ab und traf mit einem wuchtigen Schuss zum 3:0. Dazu kam nach Angaben des Trainers, dass Würnitz auch noch zweimal an die Stange schoss.
Dass der Sieg am Ende so klar ausfiel, erklärte Stroschneider nicht nur mit den drei Toren. Für ihn lag die Grundlage vor allem in der Ordnung gegen den Ball und in der Arbeit zwischen Abwehr und Mittelfeld. "Wir sind sehr gut in der Abwehr und im Mittelfeld gestanden und haben dem Gegner keine wirkliche Torchance zugelassen", sagte der Würnitzer Trainer. Hollabrunn habe viel mit weiten Bällen versucht, darauf sei seine Mannschaft aber gut eingestellt gewesen. Die einzige wirklich gefährliche Szene der Gäste in der zweiten Hälfte war laut Stroschneider ein Weitschuss, den der Würnitzer Tormann noch an die Latte lenkte. Auch deshalb fiel sein Gesamturteil eindeutig aus: "Unterm Strich war es ein verdienter Sieg, weil wir viel mehr für das Spiel getan haben." Für Würnitz war das ein Auftritt, der nicht nur wegen des 3:0 wichtig war, sondern auch deshalb, weil Stabilität, Einsatz und spielerische Lösungen diesmal gut zusammenpassten. Darauf wird man in den kommenden Wochen aufbauen wollen.