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„Zu der Zeit hätten wir schon 3:0 führen müssen“ – Ravelsbach antwortet nach dem Ausgleich mit dem 2:1

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SV Ravelsbach
FZSV Rußbach

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich SV Ravelsbach am Sonntag mit 2:1 gegen FZSV Rußbach durchgesetzt. Nach einer starken ersten Hälfte und dem frühen Führungstor von Fidan Pllana ließen die Gastgeber weitere Möglichkeiten liegen, mussten nach der Pause den Ausgleich hinnehmen und schlugen dann doch noch zurück. Trainer Erich Steindl sah vor allem die Defensivarbeit und einen starken Walter Marek als Schlüssel zum Heimsieg.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Frühe Führung, aber zu wenig aus den Chancen gemacht

Steindl hatte schon zu Beginn das Gefühl, dass diese Partie keine einfache werden würde, auch wenn seine Mannschaft zunächst genau so auftrat, wie man sich das als Heimteam wünscht. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir sehr, sehr gut begonnen“, sagte der Ravelsbach-Trainer, und diese Phase brachte auch den verdienten Ertrag. Nach sieben Minuten traf Fidan Pllana zum 1:0, und Steindl schwärmte von einem „super ausgespielten“ Angriff. Er beschrieb die Szene mit der Fersenvorlage von Oliver Kapetanovic und dem Pass von Walter Marek als Geniestreich, ehe Pllana das Eins-gegen-eins mit dem Tormann sauber löste. Für Ravelsbach war das nicht nur ein guter Start, sondern auch die Bestätigung für eine erste Halbzeit, in der die Gastgeber das Spiel laut ihrem Trainer „relativ gut im Griff“ hatten. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass der Vorsprung bis zur Pause nicht höher ausfiel. „Wir haben noch zwei wirklich tolle Chancen gehabt, wo der Tormann schon ausgespielt war, und leider haben wir die Tore nicht getroffen“, sagte Steindl. Seine Kernaussage war klar: Ravelsbach hatte sich eine deutlichere Führung erarbeitet, nahm aber nur das 1:0 mit in die Kabine.

Rußbach kommt zurück, Ravelsbach antwortet

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild spürbar, weil Rußbach mehr investieren musste und damit auch mehr Druck aufbauen konnte. Steindl schilderte diese Phase offen: „Der Gegner hat natürlich versucht, das Spiel noch zu drehen, ist immer stärker geworden.“ Trotzdem betonte er, dass seine Mannschaft lange ordentlich verteidigte und vor allem die gefährlichen Offensivspieler des Gegners nicht aus den Augen verlor. In der 60. Minute fiel dann doch das 1:1 durch Valtrim Veseli, und genau an dieser Stelle saß der Stachel beim Ravelsbach-Coach besonders tief. „Zu der Zeit hätten wir eigentlich schon 3:0 führen müssen“, sagte er, weil aus seiner Sicht die Chancen davor längst für eine klarere Führung gereicht hätten. Steindl erkannte aber auch an, dass der Treffer sauber herausgespielt war und Rußbach diese Aktion gut zu Ende brachte. Entscheidend war dann die Reaktion der Gastgeber. Nur acht Minuten nach dem Ausgleich traf Walter Marek aus rund 25 Metern zum 2:1, nachdem er laut Steindl gesehen hatte, wie der Tormann stand, und den Ball „super ins lange Eck“ setzte. Ravelsbach hatte nach dem Rückschlag also sofort wieder eine Antwort parat und brachte sich damit in die Position, den Heimsieg doch noch einzufahren.

Defensiv stark, offensiv gefährlich – und am Ende verdient

Dass Ravelsbach diesen Vorsprung über die Zeit brachte, führte Steindl in erster Linie auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Wir haben die Offensive von Rußbach sehr gut unter Kontrolle gehabt“, sagte der Trainer und hob hervor, dass der Gegner trotz seiner sieben Punkte in der Tabelle „absolut unterbewertet“ sei. Gerade deshalb maß er dem Erfolg einiges bei, weil Rußbach aus seiner Sicht „eine sehr gute Mannschaft“ und zugleich „offensiv sehr, sehr stark“ ist. Umso wichtiger war für ihn, dass die Gastgeber bei Standards aufmerksam blieben und insgesamt sehr konzentriert verteidigten. Als Schlüsselfiguren nannte Steindl Walter Marek, der an beiden Ravelsbacher Treffern beteiligt war und in der Nachspielzeit noch die Rote Karte sah, sowie Marcel Kapetanovic, der „defensiv sehr, sehr herausragend“ gespielt habe. Dazu kam das Konterspiel, das Ravelsbach immer wieder in gute Situationen brachte, auch wenn die Chancenverwertung aus Sicht des Trainers besser hätte sein können. „Im Endeffekt hätte das Spiel durchaus 6:3 für uns ausgehen können, aber 2:1 ist ein knappes Ergebnis und ich glaube ein sehr verdienter Sieg“, sagte Steindl. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er nach dem Schlusspfiff keine aufkommen lassen: „Da gibt es wenig zu diskutieren. Das war absolut im grünen Bereich.“ Mit dem Heimsieg hält Ravelsbach nach neun Runden bei zehn Punkten, Rußbach bleibt bei sieben.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Ravelsbach : Rußbach - 2:1 (1:0)

  • 68
    Walter Marek 2:1
  • 60
    Valtrim Veseli 1:1
  • 7
    Fidan Pllana 1:0