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Ivan Brandic (SVg. Pottendorf): „Die Mannschaft ist unser bester Spieler“ – starkes Hinrundenfazit

SVg. Pottendorf

Nach einer intensiven Hinrunde in der 2. Klasse Steinfeld zieht Ivan Brandic, Trainer der SVg. Pottendorf, ein klares Zwischenfazit. Auf einen überzeugenden Start mit starken Auftritten und wichtigen Siegen folgte gegen Ende der Herbstsaison eine Phase mit Ausfällen durch Verletzungen und Sperren. Trotz mehrerer Unentschieden blieb die Mannschaft stabil und überwintert in einer ausgeglichenen Liga auf Platz zwei – nur zwei Punkte hinter Tabellenführer USC Wampersdorf. Brandic hebt besonders den Zusammenhalt hervor und kündigt an, in der Rückrunde noch stärker auf entwicklungsfähige Eigenbauspieler zu setzen.

Schuhe mit Tornetz

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Starke Auftaktphase, dann Pech mit Ausfällen

In der Rückschau betont Brandic die gelungene Vorbereitung und den perfekten Einstieg: „Wir haben während der Vorbereitung wirklich gut gearbeitet und die Ergebnisse gleich in die ersten Runden mitgenommen.“ Zu Saisonbeginn dominierte seine Elf die Gegner – spielerisch wie körperlich. Im Verlauf der Hinrunde bremsten jedoch Kaderprobleme die Konstanz: Verletzungen und Sperren erzwangen Umstellungen, und so gab es in den letzten drei Partien jeweils ein Remis – gegen SC Lichtenwörth, gegen SC Piesting und erneut gegen Lanzenkirchen.

Zuvor hatte Pottendorf nach einer knappen Niederlage gegen Ebreichsdorf II einen Auswärtssieg bei Admira Wr. N. gefeiert. Brandic bleibt gelassen: Insgesamt halte sich das Verhältnis aus Siegen und Punkteteilungen die Waage.

Abgänge, Neuzugänge und der Blick auf die Zukunft

Auch personell brachte die Hinrunde Bewegung. Drei Spieler verabschiedeten sich: Alexander Kukolja wechselte zu USV Schrick, Mehmet Ciftcisoy schloss sich aus beruflichen Gründen USV Eichgraben an, und Norbert Toth sucht derzeit einen neuen Verein. Brandic bedankt sich ausdrücklich für ihren Einsatz: „Ich wünsche ihnen nur das Allerbeste – die Zusammenarbeit hat sehr viel Spaß gemacht.“

Die entstandenen Lücken wurden gezielt mit vier jungen Neuzugängen – vor allem für die Offensive – geschlossen. Der Trainer zeigt sich zufrieden mit der schnellen Integration: Viele Akteure kennen sich seit Jahren, die frischen Kräfte fügten sich nahtlos ein. „Wir haben uns verjüngt und wollen auf junge, hungrige Spieler setzen“, so Brandic.

Teamgeist und sportliche Ambitionen

Für die Rückrunde ist ein ambitioniertes Programm geplant. Ab Mitte Februar startet die Vorbereitung mit intensiven Heimtrainingseinheiten und mehreren Testspielen, um Abläufe weiter zu schärfen. Verletzungssorgen gibt es keine, der gesamte Kader ist fit. „Wir möchten uns weiterentwickeln, Spaß an der Arbeit haben und verstärkt auf Eigenbauspieler setzen. Langfristig wollen wir uns in der Spitze etablieren und in einigen Jahren in der 1. Klasse oder sogar in der Gebietsliga spielen“, erklärt Brandic.

Die viel diskutierte Stärke der 2. Klasse Steinfeld sieht er unverändert hoch: „Ich sehe die Liga nicht schwächer – im Gegenteil, viele Mannschaften sind hervorragend taktisch eingestellt.“ Über allem steht der Teamgedanke: „Die geschlossene Mannschaftsleistung ist unser bester Spieler.“ Mit dieser Geschlossenheit, einer gesunden Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Energie und der klaren Handschrift des Trainers geht Pottendorf zuversichtlich in die Frühjahrssaison und mischt weiter im Rennen um die Tabellenspitze mit.