Nach einer ereignisreichen Herbstsaison in der 2. Klasse Steinfeld zieht Mario Modad, Trainer des SV Winzendorf, eine erste Bilanz seiner Amtszeit. Modad übernahm die Mannschaft in den letzten drei Partien vor der Winterpause und richtet den Blick nun auf die anstehende Rückrunde. Der Klub beendete die Hinrunde auf Rang zehn mit zwölf Punkten aus zwölf Spielen. Nach Niederlagen gegen Lanzenkirchen, den USC Wampersdorf und den SC Theresienfeld sowie einem Sieg über die SG Ortmann/Oed-Waldegg II und einem Remis gegen den ESV Wr. Neustadt geht es für Winzendorf nun darum, Stabilität zu finden und die positive Aufbruchsstimmung zu nutzen.

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Seit seinem Amtsantritt betont Modad, dass sich die Mannschaft in einem Entwicklungsprozess befindet. „Nachdem ich erst die letzten drei Spiele übernommen habe, möchte ich jetzt nicht zu weit zurückblicken. Dinge, die gut funktionieren, sind prinzipiell die Einstellung und gewisse Offensivaktionen, die wir gut lösen. In der Defensive und vor allem im taktischen Verhalten ist noch einiges zu tun“, erklärt er.
Der neue Coach hat in kurzer Zeit Strukturen geschaffen, um das Team zu stabilisieren. Mit klarem Fokus auf taktische Disziplin will er die jungen Spieler fördern und zugleich das Mannschaftsgefüge festigen. Besonders die Defensive steht im Mittelpunkt der Trainingsarbeit, nachdem dort in der Hinrunde mehrfach Punkte liegen gelassen wurden.
In der Winterpause gab es auch personelle Änderungen. „Wir haben uns von einem Stürmer verabschiedet und haben in der Innenverteidigung einen Spieler geholt, der uns garantiert sofort weiterhelfen kann“, so Modad. Zwei Verletzungen schmerzen den Verein derzeit besonders: Florian Breimaier und Balint Kele fallen mit längerfristigen Blessuren aus. „Da ist die Rückkehr bis Sommer eher unwahrscheinlich“, sagt der Trainer.
Der Ausfall zweier Stammkräfte eröffnet nun jungen Spielern die Chance, in die Bresche zu springen und Verantwortung zu übernehmen. „Jetzt ist die Zeit, dass ein Junger den Schritt nach vorn macht“, meint Modad. Trotz dieser Rückschläge bleibt die Stimmung im Team äußerst positiv.
Eine der größten Stärken des SV Winzendorf ist derzeit laut Modad die Geschlossenheit. „Die Stimmung ist aktuell sehr gut. Es ist eine klassische Aufbruchsstimmung, jetzt nach einer längeren Pause im Winter. Wir haben sehr viele junge Spieler, die voll motiviert und voller Tatendrang sind, und auch vom Vorstand und von den Unterstützern des SV Winzendorf gibt es volle Unterstützung.“ Die einheitliche Linie zwischen Mannschaft, Betreuerteam und Vereinsführung bildet das Fundament für den Neustart im Frühjahr.
Auch wenn der Coach keine strukturellen oder personellen Veränderungen abseits des Kaders zu vermelden hat, sieht er die Entwicklung seines Teams als klare Priorität: „Es geht mir um die Entwicklung meines Vereins – darauf liegt mein kompletter Fokus.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Mannschaft auf die neuen Impulse reagiert. Mit frischem Selbstvertrauen, verbessertem taktischem Verständnis und dem starken Rückhalt im Klub will Winzendorf im Frühjahr in der Tabelle Schritt für Schritt nach oben klettern.