Nach dem Duell zwischen SC Theresienfeld und ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl in der 2. Klasse Steinfeld ordnete Trainer Thomas Schönleitner den 3:0-Auswärtssieg gefasst und zuversichtlich ein. Er sprach von einem ersten Durchgang auf Augenhöhe mit zu wenig Zugriff, führte personelle Umstellungen als Ursache an und hob nach der Pause den klaren Kurswechsel hervor. Die Atmosphäre blieb sachlich und fair, ohne Aufreger. Mit Blick nach vorn betonte der Coach Prinzipien, Mut und eine klare Erwartungshaltung an sein Team: Man wolle jedes Spiel gewinnen und alles dafür in die Waagschale werfen.

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Schönleitner zeichnete ein differenziertes Bild der ersten 45 Minuten: Es sei ein Spiel auf Augenhöhe gewesen, in dem seine Mannschaft nicht den gewünschten Zugriff gefunden habe. Aufgrund einiger Ausfälle musste er die Formation verändern; das habe man in der Abstimmung gemerkt. Bis ins letzte Drittel kombinierten die Gäste immer wieder sauber, doch der präzise Anschluss an die Folgeaktion fehlte. Beide Teams kamen zu einzelnen Abschlüssen – Theresienfeld etwa nach einer Standardsituation, während auf der anderen Seite der Heimkeeper zupacken musste. Nach dem Seitenwechsel griffen die Anpassungen spürbar besser, auch weil nicht alle Akteure auf ihren Stammpositionen agierten. Theresienfeld fand zwar zwei gute Möglichkeiten vor, die der Wöllersdorfer Schlussmann entschärfte, insgesamt aber erspielte sich der ATSV die klareren Chancen. Im Gesamturteil blieb Schönleitner eindeutig: Das 3:0 sei verdient, weil seine Elf über die Distanz die besseren Gelegenheiten hatte.
Der Knackpunkt lag für den Coach im veränderten Zugriff nach dem Wiederanpfiff: Durch einen Wechsel und präzisere Abläufe kam Wöllersdorf in die Partie, der Ballbesitz kippte deutlich auf Seiten der Gäste. In der 73. Minute belohnte sich der ATSV: Roland Sebesta brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später fiel das 2:0 (75.): Nach einer einstudierten Eckballvariante bugsierte Theresienfelds Marko Vasic den Ball unglücklich ins eigene Tor. Die Gäste blieben geduldig und setzten in der Schlussphase den Schlusspunkt: Zübeyir Aktas vollendete in der 84. Minute zum 3:0. „Diese Eckball-Variante hat gleich im ersten Spiel gegriffen – das hat mich besonders gefreut“, hielt Schönleitner fest und ergänzte, seine Mannschaft habe die zweite Halbzeit „sehr souverän runtergespielt“.
Die Partie blieb nach Schönleitners Eindruck fair, ohne überzogene Härte; strittige Szenen habe es nicht gegeben. Defensiv agierte sein Team bei Standards aufmerksam, offensiv führte die einstudierte Eckballvariante zum wichtigen zweiten Treffer. Für das anstehende Nachholspiel am Mittwoch erwartet der Coach eine anspruchsvolle Aufgabe gegen einen talentierten Gegner mit neuer Struktur, der zuletzt mit zwei Unentschieden und einem Sieg Selbstvertrauen tankte. „Wir wissen, was wir spielen wollen und wo unsere Qualitäten liegen. Am Ende des Tages legen wir die Partie wie jedes andere Spiel an – mit dem Anspruch, zu gewinnen.“ Abseits des sportlichen Fazits adressierte Schönleitner noch einen Vorfall aus dem Vorspiel: Der Theresienfelder Tormann der U-23 verletzte sich dort offenbar schwer. „Alles Liebe, gute Besserung und eine schnelle Genesung – möge er bald wieder fit zurückkehren“, richtete der Trainer seine Genesungswünsche aus.