Spielberichte

Mario Modad (Trainer SV Winzendorf): „Wir waren im Kopf nicht da“

SV Winzendorf
SC Lichtenwörth

In der 2. Klasse Steinfeld lieferte sich der SV Winzendorf mit dem SC Lichtenwörth ein torreiches Duell, das die Gäste knapp mit 4:3 für sich entschieden. Zur Pause stand es 1:1, nach Wiederbeginn zog Lichtenwörth davon, Winzendorf kam spät noch einmal heran. Winzendorf-Trainer Mario Modad sprach von fehlender Konsequenz: „Wir waren im Kopf nicht da“ – und ärgerte sich über individuelle Fehler, lobte aber die späten Lebenszeichen seiner Mannschaft.

Fußball landet im Netz, blauer Himmel im Hintergrund

Foto von Chaos Soccer Gear auf Unsplash

Offenes Spiel vor der Pause, eiskalter Doppelschlag nach Wiederbeginn

Winzendorf hielt in der ersten Hälfte gut dagegen und blieb im Spiel, ehe Lichtenwörth den ersten Stich setzte: In Minute 30 traf Michael Bayer zum 0:1. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Noch vor dem Seitenwechsel stellte Fabian Dorfmeister in der 42. Minute auf 1:1, mit diesem Remis ging es in die Kabinen. Kaum zurück, der nächste Nackenschlag: Direkt nach der Pause legte erneut Bayer nach und brachte Lichtenwörth in der 46. Minute wieder mit 1:2 in Front. Danach nutzten die Gäste ihre Qualität vorn eiskalt, Sefa Havan erhöhte mit einem Doppelpack in der 67. und 71. Minute auf 1:4. Winzendorf gab sich aber nicht auf: Lukas Jansa verkürzte in der 80. Minute auf 2:4, und in der 90.+4 traf noch einmal Dorfmeister zum 3:4. Am Ende blieb es beim knappen Auswärtssieg, obwohl die Hausherren in der Schlussphase Moral zeigten.

Modad wird deutlich: Einsatz, Zweikämpfe und Vorgaben fehlten

Nach dem Spiel fand Trainer Mario Modad klare Worte. „Wir haben es leider nur in der ersten Hälfte geschafft mitzuhalten und haben uns durch individuelle Fehler, mangelnden Einsatz und zu wenig Lauf- und Kampfbereitschaft selbst aus dem Spiel genommen“, sagte der Coach. Auf den Knackpunkt angesprochen, blieb er beim mentalen Thema: „Der Knackpunkt war, dass wir im Kopf nicht so da waren, wie es in einem Meisterschaftsspiel notwendig ist.“ Vor allem die Basics passten aus seiner Sicht nicht. „Wir waren im Kopf nicht da und haben weder die Zweikämpfe richtig angenommen noch die taktischen Vorgaben so umgesetzt, dass wir große Gegenwehr leisten konnten“, erklärte Modad. Über einzelne Schlüsselszenen wollte er gar nicht reden: „Nein, die gab es nicht.“ Den Unparteiischen nahm er ausdrücklich aus jeder Diskussion: „Souveräne Schiedsrichterleistung, das hatte nichts mit dem Ergebnis zu tun.“

Individuelle Qualität der Gäste und späte Lebenszeichen – was Winzendorf mitnimmt

Was machte Lichtenwörth an diesem Abend stark? Modad suchte nicht nach großen Erklärungen, sondern blieb nüchtern: „‚Besonders stark ist das falsche Wort. Sie haben Spieler mit großer individueller Qualität, und das hat heute gereicht.“ Für Winzendorf blieb trotz der vier Gegentore etwas Positives. „Individuell gab es immer wieder Ausrufezeichen“, betonte der Trainer, schob aber gleich nach, worum es ihm wirklich geht: „Als Kollektiv haben wir nicht das gezeigt, was notwendig ist, um oben erfolgreich zu sein. Das muss sich bessern – und es wird sich bessern.“

Die späten Treffer von Lukas Jansa und Doppel-Torschütze Fabian Dorfmeister geben zumindest Rückenwind für die nächste Trainingswoche. In der Tabelle liegen beide Teams eng beisammen, Lichtenwörth hält bei 17 Punkten, Winzendorf bei 16 – ein weiteres Zeichen dafür, wie wertvoll konsequente Auftritte in Runde 19 sind.

2. Klasse Steinfeld: Winzendorf : Lichtenwörth - 3:4 (1:1)

  • 94
    Fabian Dorfmeister 3:4
  • 80
    Lukas Jansa 2:4
  • 71
    Sefa Havan 1:4
  • 67
    Sefa Havan 1:3
  • 46
    Michael Bayer 1:2
  • 42
    Fabian Dorfmeister 1:1
  • 30
    Michael Bayer 0:1