In der 2. Klasse Steinfeld trennten sich der SC Theresienfeld und der ASK Ebreichsdorf II mit 1:1. Die Gäste lagen durch Daniel Koller vorne (27.), ehe Sandro Pammer spät ausglich (81.). Aus Sicht der Hausherren war deutlich mehr drin, weil die Chancenverwertung haperte. Obmann Semir Ramic brachte es nüchtern auf den Punkt: „Wir haben das Spiel klar dominiert, aber unsere Chancen nicht genutzt. Daran müssen wir arbeiten.“

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Die Partie begann aus Theresienfelder Sicht mit viel Kontrolle und klaren Ballbesitzphasen. So schildert es Semir Ramic: „Seit Beginn des Spiels waren wir die überlegene Mannschaft mit mehr Ballbesitz und torgefährlichen Chancen.“ Der Tabellenvierte blieb aber eiskalt: Nach einem Fehler im Aufbau der Heimischen nutzte Daniel Koller die erste richtig klare Möglichkeit und traf in Minute 27 zum 0:1. Bis zur Pause rannte Theresienfeld weiter an, brachte den Ball aber nicht über die Linie – Halbzeitstand 0:1. Auch nach dem Wechsel blieben die Hausherren am Drücker, ohne sich sofort zu belohnen. Erst in der Schlussphase fiel der Ausgleich: Sandro Pammer stellte in der 81. Minute auf 1:1. Ramic erklärte den Treffer offen: „Wir sind spät durch einen Patzer des Torhüters von Ebreichsdorf II zum Ausgleich gekommen.“
Der rote Faden des Abends war aus Theresienfelder Sicht klar: Chancen zuhauf, doch zu wenige Tore. Ramic ärgerte sich hörbar über vergebene Möglichkeiten: „Wir hatten in der ersten Halbzeit viele Eins-gegen-eins-Situationen und haben sogar im Fünf-Meter-Raum vorm leeren Tor den Ball drüber geschossen.“ Nach der Pause setzte sich das Muster fort. „Wir haben viele gute Schussmöglichkeiten unsauber zu Ende gespielt und teilweise direkt auf den Tormann geschossen“, so der Obmann. Theresienfeld drückte nach dem Ausgleich weiter auf das 2:1 und kam laut Ramic noch zu „sehr guten Chancen“, doch die letzte Konsequenz fehlte. „Leider muss man sagen, dass wir den Sieg so nicht verdient haben, weil wir sehr schlampig mit gut erarbeiteten Chancen umgegangen sind“, bilanzierte er selbstkritisch.
Trotz des Ärgers über liegengelassene Punkte hob Ramic mehrere positive Aspekte hervor. „Was gut funktioniert hat, ist auf jeden Fall wieder das Kreieren von Chancen“, betonte er und verwies auf die stabile Basis in der Defensive: „Die Kommunikation in der Hintermannschaft funktioniert sehr gut.“ Besonders hob er zwei Leistungsträger hervor: „Ich muss Semih Kaya und auch Torhüter Sebastian Gräf loben, die die letzten zwei Spiele hinten sensationell gespielt haben.“ Zum Gegner fand Ramic respektvolle Worte: „Ebreichsdorf II ist mit einer sehr verjüngten Mannschaft gekommen und war läuferisch, konditionell eindeutig besser als wir.“ Das führte er auch auf viele verletzte und angeschlagene Spieler im eigenen Kader zurück. Ein Extralob gab es für den Unparteiischen: „Von Anfang an sehr klar in seinen Aussagen und Entscheidungen. Er hat fair und mit wenigen Fehlern geleitet – dafür eine sehr gute Note.“
Der Punkt verändert die Lage der beiden Teams vorerst nicht groß: Ebreichsdorf II hält laut aktueller Tabelle bei 29 Zählern und Rang vier, Theresienfeld bei 26 Punkten auf Platz sieben. Ramic fasste die Lehre des Abends knapp, aber deutlich zusammen: „Auf jeden Fall hat die Chancenauswertung gefehlt.“ Der Auftrag für die nächsten Wochen ist damit klar: Die vielen gut herausgespielten Möglichkeiten müssen häufiger sitzen.