In der 2. Klasse Steinfeld holte der SV Admira Wr. Neustadt gegen den SC Theresienfeld eine Führung heraus, am Ende jubelten aber die Gäste: 1:2 nach 0:0 zur Pause. Enes Yüksel brachte Admira in Minute 64 voran, Petar Vidakovic (78.) und Marko Vasic (86.) drehten die Partie spät. „Wir haben das Spiel verdient umgedreht“, sagte Theresienfelds Sportchef Semir Ramic – und verwies auf viel Arbeit, aber auch auf stabile Defensivarbeit und den längeren Atem seiner Mannschaft.

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay
Die Partie brauchte keine lange Aufwärmphase: Theresienfeld kam früh ins Rollen und hatte bis zur Pause mehr vom Spiel. „In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen und hatten mehr Torchancen, viele hundertprozentige haben wir aber nicht gemacht“, blickte Semir Ramic zurück. Nach dem Wechsel kippte das Bild zunächst. „In der zweiten Halbzeit war Admira gefährlicher in den Aktionen nach vorne und hat dadurch auch das 1:0 gemacht“, so Ramic über den Treffer von Enes Yüksel in der 64. Minute. Für einige Minuten blieb Admira am Drücker. „Nach dem 1:0 war Admira phasenweise stärker und hätte das 2:0 machen können.“ Genau in dieser Phase sammelte Theresienfeld sich, wurde wieder aktiver – und setzte in der Schlussviertelstunde den Umschwung: erst der Ausgleich, dann der späte Siegtreffer.
Für Ramic war der Ausgleich der Startschuss zur Wende. „Der entscheidende Moment war das 1:1, das wir innerhalb kurzer Zeit gemacht haben. Dadurch hatten wir mehr Motivation, das Spiel wieder umzudrehen.“ Wie die Treffer fielen, konnte er klar einordnen: „Das 1:1 haben wir nach einer Kontersituation geschossen – mit einem guten Abschluss von Petar Vidakovic außerhalb des Sechzehners.“ In Minute 78 zappelte der Ball im Netz, der Glaube war zurück. Und Theresienfeld blieb dran: „Das 2:1 war ein Freistoß, der gut hereingebracht wurde, wo Marko Vasic mit dem Kopf richtig gestanden ist.“ Vier Minuten vor Schluss fiel der entscheidende Streich. Für Ramic lag der Unterschied an diesem Abend auf der Hand: „Wir haben Fußball gespielt, hatten gute Ballbesitzphasen, gute Chancen herausgespielt – und wir wollten den Sieg mehr als Admira.“
Bei aller Freude nahm Ramic seine Elf auch in die Pflicht. „Luft nach oben sehe ich wieder einmal in der Chancenverwertung. Die ist leider seit Wochen ausbaufähig“, sagte der Sportliche Leiter ehrlich. Was er ebenso betonte: „Hervorzuheben ist die defensive Stabilität der Verteidigung und des Torwarts.“ Das passte auch zum Bild des Gegners, den er so erlebte: „Admira war eigentlich nur defensiv, hat lange Bälle nach vorne gespielt und wollte die Kontersituationen gut ausnutzen.“ Diskussionsstoff gab es trotz enger Partie wenig, Ramic blieb fair: Es habe ein paar strittige Szenen gegeben, er hob aber hervor, „dass der Schiedsrichter das Spiel gut im Griff hatte“ und sprach dem Unparteiischen ausdrücklich ein „großes Lob“ aus.