In der 2. Klasse Steinfeld kam es in Runde 21 zum Nachbarschaftsduell: SV Zillingdorf und SV Admira Wr. Neustadt trennten sich 1:1. Zillingdorf führte durch Erblin Skenderaj, Thomas Langer glich noch vor der Pause aus. Für Admira-Trainer Petar Rankic war das Remis „fair“ – er sprach von viel Ballbesitz, ungenutzten Möglichkeiten und starken Zillingdorfer Standards, lobte aber auch den Heimkeeper. Am Ende blieb es bei einem Punkt pro Seite und einer Partie ohne Sieger.

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Die erste Halbzeit nahm ihren Weg über lange Ballbesitzphasen der Admira und stabile Zillingdorfer Abwehrstaffelungen. Petar Rankic ordnete das so ein: "Wir hatten ungefähr 60 Prozent Ballbesitz, haben unsere Chancen in der ersten Halbzeit aber nicht genutzt." Die Gastgeber blieben bei ruhenden Bällen gefährlich – und genau so fiel das 1:0: In Minute 41 traf Erblin Skenderaj. "Zillingdorf ist in Standardsituationen sehr stark, daraus haben sie uns das Tor geschossen", erklärte Rankic. Die Admira antwortete prompt: Nur drei Minuten später vollendete Thomas Langer zum 1:1 (44.). "Großer Dank für das wunderschöne Tor von Thomas Langer – das war wirklich wunderschön", sagte der Coach. Mit diesem schnellen Ausgleich ging es kurz darauf in die Pause.
Im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich. Die Admira suchte weiter den Weg nach vorne, Zillingdorf lauerte und setzte wieder auf Standards. "Wir haben es in der zweiten Halbzeit genau gleich weiter versucht", meinte Rankic. "Zillingdorf hatte ein, zwei Chancen, wieder nach Standards, und wir hatten auch zwei, drei Möglichkeiten." Das Tempo blieb überschaubar, beide Teams warteten auf den einen Moment. Einen spielentscheidenden Knackpunkt sah Rankic nicht: "Das Match war nicht in sehr hohem Tempo, beide haben auf ihre Chance gewartet." Weil beide Seiten ihre Möglichkeiten nicht verwerteten, blieb es beim 1:1, das aus Sicht des Gastes passte: "Im Ganzen muss ich sagen: Ein 1:1 ist ein faires Resultat."
In seiner Analyse nahm Rankic vor allem den Gegner positiv wahr. "Zillingdorf ist eine sehr kompakte, routinierte Mannschaft. Sie sind hinten sehr gut gestanden", sagte der Trainer und hob eine Personalie besonders hervor: "Ihr Tormann ist sehr, sehr gut. Der hat zwei oder drei Bälle rausgeholt, die viele schon drinnen gesehen haben." Bei der Admira sah er Luft nach oben: "Gestern hat bei meiner Mannschaft fast gar nichts funktioniert. Uns haben leider ein paar Spieler gefehlt." Konkrete Schwerpunkte nannte er ebenfalls: "Wir müssen Standards verbessern und viel mehr im Offensivbereich trainieren." So deutlich war die Richtung vorgegeben, ohne Ausreden, aber mit klaren Hausaufgaben.
Das Remis hält beide Teams im dichten Mittelfeld beisammen: In der aktuellen Tabelle liegt die Admira auf Rang acht (27 Punkte), Zillingdorf folgt knapp dahinter auf neun (26). Ein einzelner Dreier hätte also richtig geschoben, stattdessen bleibt es beim Status quo. Positiv fiel Rankic der Auftritt des Unparteiischen auf: "Der Schiedsrichter hat aus meiner Sicht gut gepfiffen. Meine Spieler sollen nicht kommentieren, sondern weiterspielen."
Für die kommende Woche ist die Richtung klar: an den ruhenden Bällen arbeiten, vorne zielstrebiger werden und die herausgespielten Möglichkeiten konsequenter nutzen – damit sich viel Ballbesitz auch wieder in Siege ummünzt.