Spielberichte

„Wir haben die Nerven nicht verloren“ – ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl dreht beim SV Zillingdorf ein 0:2 noch in ein 5:2

SV Zillingdorf
ATSV Wöllersdorf

Zum Auftakt in der 2. Klasse Steinfeld hat der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl beim SV Zillingdorf einen 0:2-Rückstand gedreht und am Ende klar mit 5:2 gewonnen. Trainer Rene Manz sprach nach dem Schlusspfiff von einer Mannschaft, die trotz der schwierigen Anfangsphase ruhig blieb, Moral zeigte und die Partie nach der Pause mit spielerischer Überlegenheit noch völlig drehte.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, aber noch vor der Pause meldete sich der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl zurück

Rene Manz sah seine Mannschaft zunächst keineswegs schwach beginnen. „Die ersten Minuten hatten wir das Spiel unter Kontrolle“, sagte der Trainer des ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl, der in dieser Phase sogar die klareren Möglichkeiten bei seinem Team sah. Auf der Anzeigetafel stand trotzdem rasch ein 0:2. SV Zillingdorf ging in der 18. Minute durch Ilkay Zorlu in Führung und legte in der 24. Minute durch Leon Arno Auer nach. Gerade das Zustandekommen des ersten Treffers ärgerte Manz. „Das erste Tor war für mich eine Katastrophe von der Schiedsrichter-Entscheidung her“, sagte er und verwies auf eine aus seiner Sicht falsche Rückpass-Auslegung. Entscheidend war für ihn dann aber vor allem die Reaktion seiner Mannschaft, denn noch vor der Pause verkürzte Kristian Amrich in der 44. Minute auf 2:1 und brachte den ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl wieder zurück ins Spiel.

Der Ausgleich direkt nach der Pause kippte die Partie Schritt für Schritt

Dieser Treffer kurz vor dem Seitenwechsel hatte für Rene Manz großes Gewicht, weil seine Mannschaft damit die passende Antwort auf die schwierige erste halbe Stunde gab. Direkt nach Wiederbeginn fiel dann schon das 2:2, als Daniel Lehrner in der 48. Minute ein Eigentor unterlief. Von diesem Moment an lief die Partie immer stärker in Richtung des ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann das gezeigt, was die Mannschaft kann. Wir waren spielerisch klar überlegen und haben eine Chance nach der anderen kreiert“, sagte Manz. Das spiegelte sich in der Schlussphase auch im Ergebnis wider. Amer Duran drehte die Partie in der 72. Minute, Musa Camara erhöhte in der 78. Minute und Adam Mihalík stellte in der 84. Minute den Endstand her. Manz gefiel dabei auch, dass seine Mannschaft einzelne Angriffe „souverän, so wie ich mir das vorstelle“ zu Ende spielte.

Ballsicherheit, Wille und Moral geben dem Trainer zum Auftakt viel mit

Dass aus dem 0:2 am Ende noch ein deutlicher Auswärtssieg wurde, führte Rene Manz vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Die Ballsicherheit auf dem nassen Boden, die Einsatzbereitschaft der ganzen Mannschaft und der Wille, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten, waren heute entscheidend“, sagte der Trainer. Besonders wichtig war für ihn, dass der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl auch in der schwierigen Phase nicht die Ruhe verlor. „Wir haben trotz 0:2 die Nerven nicht verloren“, betonte Manz. Den SV Zillingdorf beschrieb er vor allem in der ersten Halbzeit als „sehr kompakte Mannschaft“, die bei Ballgewinnen schnell umschaltete und dem ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl damit Probleme machte. Gleichzeitig sprach er offen von Eigenfehlern im eigenen Spiel, „an denen wir arbeiten müssen“. Umso zufriedener war er mit der Wende. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie zurückgekommen ist und Moral bewiesen hat“, sagte Manz. Gerade in Runde eins sei das keine Selbstverständlichkeit, „weil man im ersten Spiel nie genau weiß, wo man steht und wie der Gegner agiert“.

2. Klasse Steinfeld: Zillingdorf : Wöllersdorf - 2:5 (2:1)

  • 84
    Adam Mihalik 2:5
  • 78
    Musa Camara 2:4
  • 72
    Amer Duran 2:3
  • 48
    Eigentor durch Daniel Lehrner 2:2
  • 44
    Kristian Amrich 2:1
  • 24
    Leon Arno Auer 2:0
  • 18
    Ilkay Zorlu 1:0