In der 2. Klasse Steinfeld hat die SVg. Pottendorf am Abend mit 2:0 beim SC Piesting gewonnen und dabei nach Einschätzung von Co-Trainer Alexander Rössner einen über weite Strecken kontrollierten Auftritt hingelegt. Früh gingen die Gäste in Führung, hielten danach ihre Ordnung und legten erst tief in der Nachspielzeit mit dem zweiten Treffer nach. Für Rössner war vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft von der ersten Minute an präsent war.

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In der 7. Minute bekam der Abend früh die Richtung, die Rössner schon vor dem Anpfiff gespürt hatte. „Wir haben vom Aufwärmen weg ein gutes Gefühl gehabt im Team. Es war eine super Stimmung in der Kabine vor dem Spiel“, sagte der Co-Trainer. Kurz darauf nützte Pottendorf den ersten großen Moment: Laut Rössner kam der Ball von der linken Seite über das Zentrum zu David Komarac, der mit einem starken Pass in die Tiefe Mateo Blazevic bediente. Der Angreifer machte den Laufweg gut und brachte die Gäste mit dem 1:0 auf Kurs. Bis zur Pause blieb es bei diesem Zwischenstand, auch wenn Rössner gegen Ende der ersten Halbzeit eine kurze Schwächephase seiner Mannschaft gesehen hatte. Diese Phase habe sein Team aber überstanden, ohne die Kontrolle über die Partie wirklich zu verlieren.
Entscheidend war für Rössner weniger eine einzelne Szene als der geschlossene Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben den Gegner über neunzig Minuten im Griff gehabt und dominiert“, sagte er und hob vor allem die taktische Disziplin hervor. Piesting wollte aus seiner Sicht viel mit langen Bällen arbeiten und über hohe diagonale Zuspiele in die Tiefe kommen. Genau darauf seien die Gäste eingestellt gewesen. „Wir haben diese Schlüsselspieler von Minute eins weg zugestellt und aus dem Spiel genommen“, erklärte Rössner. Dazu kam jene Aggressivität, die ihm besonders gefiel. „Wir waren viel agiler, wir waren aggressiver. Es war Feuer in der Mannschaft“, sagte er. Dass Piesting nach seiner Einschätzung „nicht eine Torchance“ hatte, passte für ihn ins Gesamtbild. Für Pottendorf war das auch deshalb wichtig, weil in den letzten Spielen oft nur eine Halbzeit wirklich gepasst habe. Diesmal habe man die Linie endlich über die vollen 90 Minuten gehalten.
Dass die Partie trotz der Überlegenheit lange beim knappen 1:0 blieb, war für den Co-Trainer der einzige echte Kritikpunkt. „Im Normalfall müsste das Spiel ab Minute sechzig mit 3:0 oder 4:0 entschieden gewesen sein“, meinte Rössner. Es habe ihn geärgert, dass seine Mannschaft den Sack nicht früher zugemacht habe. Gleichzeitig hob er hervor, dass diesmal auch von der Bank sofort etwas gekommen sei. Die Wechselspieler hätten „sehr schnell ins Spiel gefunden“ und neuen Schwung gebracht. Ganz fix war der Auswärtssieg dann erst in der siebenten Minute der Nachspielzeit, als Piesting öffnete und Pottendorf im Konter das 2:0 nachlegte. Wieder war es Mateo Blazevic, der traf und damit seinen Doppelpack schnürte. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete Rössner als „sehr in Ordnung“. Unterm Strich blieb für ihn eine „fantastische Teamleistung“ und für Pottendorf genau jenes komplette Spiel, das man in den Wochen davor gesucht hatte.