In der 2. Klasse Thayatal blickt Erich Steindl, Trainer des SV Ravelsbach, optimistisch auf die kommenden Wochen. Nach einer durchwachsenen Hinrunde mit Höhen und Tiefen zeigte seine Elf zuletzt ansteigende Form und belegt derzeit Rang 11 in der Tabelle. Besonders der klare 11:2-Erfolg gegen Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf sorgte im Herbst für Aufsehen. Im Gespräch betonte Steindl, wie wichtig die Entwicklung der jungen Mannschaft ist und dass trotz einiger Abgänge neuer Schwung ins Team gekommen sei.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Steindl übernahm den Verein im Sommer und setzte von Beginn an auf eine verjüngte Mannschaft. „Wir möchten die Mannschaft jung spielen und weiterentwickeln“, sagt er rückblickend. Nach intensiven Wochen zieht er ein positives Zwischenfazit: „Das haben wir zum größten Teil geschafft, man sieht einen Erfolg, natürlich steckt noch viel Potenzial dahinter.“
Auch im winterlichen Trainingslager in Slowenien herrschte Aufbruchsstimmung. Vier Tage lang feilte das Team an Fitness und Zusammenspiel. „Die Stimmung ist sehr positiv, die Mannschaft zieht mit, und auch der Verein steht voll hinter uns.“
Personell gab es in der Winterpause einige Veränderungen. Laut Steindl verließen mit Tomas Filipek und David Melzoch sowie einem weiteren Spieler drei Akteure den Klub, zudem absolviert Matthias Maurer ein Auslandssemester.
Ersatz kam in gleich fünf neuen Kräften, die gezielt verpflichtet wurden; darüber hinaus stießen Spieler unter anderem aus Trumau und Krems dazu. „Es sind alle fünf wirklich gute Spieler, die uns nicht nur sofort helfen, sondern auch für die Zukunft wichtig sein können“, betont der Coach.
Einzelspieler möchte Steindl dennoch nicht in den Vordergrund rücken. „Das komplette Team tritt als Mannschaft auf“, sagt er. Als Kapitän hebt er Christoph Szudecz hervor, der durch Engagement und Führungsqualität überzeugt. Im sportlichen Vergleich beeindruckten ihn insbesondere die Teams von Pulkau und Burgschleinitz, „weil sie als Gesamtheit stark auftreten“. Gegen diese Spitzenmannschaften konnte Ravelsbach phasenweise gut mithalten.
Die Resultate der letzten fünf Spiele zeigen die Bandbreite: einem 2:2 gegen den UFC Drosendorf folgte ein 1:4 gegen Burgschleinitz/Straning, ehe mit einem 5:1 gegen den USV Brunn/Wild und einem 11:2 gegen Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf deutliche Siege gelangen – nur die 1:5-Niederlage bei USV Geras passte nicht ins positive Bild. Dennoch deutet die Entwicklung darauf hin, dass die Mannschaft ihr Potenzial abrufen kann.
Mit Rang 11 nach 15 Runden in der 2. Klasse Thayatal hat der SV Ravelsbach noch Luft nach oben. Steindl bleibt gelassen und zuversichtlich: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Schwere Verletzungen gibt es derzeit nicht; kleinere Blessuren nach dem Trainingslager ordnet er als vorübergehend ein. Auch im Umfeld ist Kontinuität gegeben: Vorstand und Trainerstab sind unverändert, ein Ausbau des Betreuerteams ist angedacht.
Für die nächsten Wochen liegt der Fokus laut Steindl darauf, die Neuzugänge zu integrieren und den Schwung aus den letzten Erfolgen mitzunehmen. Wenn die mannschaftliche Geschlossenheit bestehen bleibt, könnte Ravelsbach bald weitere Punkte sammeln – und sich Schritt für Schritt ins Tabellenmittelfeld vorarbeiten.