In der 2. Klasse Thayatal erlebt Sektionsleiter Benedikt Kainrath mit seinem USV Brunn/Wild eine Phase des Umbruchs. Nach Abschluss der Herbstsaison rangiert der Klub mit sieben Punkten aus 15 Spielen auf Platz 14. Die jüngsten Resultate – ein 3:1-Auswärtssieg, Niederlagen mit 1:2, 1:5 und 0:2 sowie ein 2:0-Heimerfolg – unterstreichen die schwankende Formkurve. Kainrath verweist auf die Herausforderungen eines personellen Neustarts mit neuem Trainer sowie vielen jungen, neu hinzugekommenen Spielern.

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Der Sektionsleiter beschreibt die aktuelle Mannschaft als talentiert, aber noch in der Entwicklung. „Wir haben viele neue Spieler, daher ist noch viel Verbesserungspotenzial nach oben möglich“, erklärt Kainrath. Ein entscheidender Faktor sei die Eingewöhnung an die neue sportliche Leitung: „Auch der neue Trainer braucht noch etwas Adaptionszeit, da es seine erste Trainerstation ist.“
Trotz der Anlaufzeit blickt Kainrath positiv nach vorne: Die Mischung aus erfahrenen Kräften und Nachwuchsspielern soll langfristig Stabilität bringen. „Zuversicht geben natürlich die routinierten Spieler. Die Jungen brauchen noch etwas Halt, aber es wird sich weisen, ob der Trend nach oben zeigt.“
Abseits des Platzes treibt der Verein seine Weiterentwicklung voran. Der Obmann hat sein Amt zurückgelegt, an seiner Stelle wurde ein neues Spartensystem eingeführt – für Kainrath ein deutliches Signal: „Der Verein hat sich strukturell verändert.“
Die Reform sei „sehr positiv angenommen“ worden und soll künftig für klarere Zuständigkeiten und effizientere Abläufe sorgen. Trotz der Umstellungen bleibt die Stimmung insgesamt optimistisch – eine Mischung aus Aufbruch und realistischer Einschätzung der Lage.
Sportlich sucht Brunn/Wild noch die nötige Konstanz. In den letzten fünf Begegnungen feierte das Team zwei Siege (3:1 und 2:0), drei Niederlagen verhinderten jedoch ein Vorrücken in der Tabelle. Aktuell bleibt der Verein mit sieben Punkten hinter den eigenen Erwartungen. Den Anschluss ans Mittelfeld will Kainrath mit Geduld und Teamarbeit herstellen: „Da wir eine sehr junge Mannschaft haben, wird es sich mit der Zeit bessern.“ Ein Neuzugang soll zusätzliche Qualität bringen, konnte bislang aber „noch sehr wenig Einfluss“ nehmen, da erst wenige gemeinsame Trainings und Matches absolviert wurden.
Während der Verein sportlich um Stabilität ringt, sorgt die neue Struktur für frische Impulse und einen klaren Blick nach vorne: Geduld, Kontinuität und der Glaube an den eingeschlagenen Weg prägen die Marschrichtung für die Rückrunde der 2. Klasse Thayatal.