Im Duell der 2. Klasse Thayatal zwischen dem SV Pulkau und dem USV Pleißing/W. schilderte Obmann Robert Hahn eine Partie, in der sein Team von Beginn an Ton und Takt angab. Pulkau dominierte Ballbesitz und Zweikämpfe, erzeugte ein klares Chancenplus und hielt den Druck über 90 Minuten hoch – mit dem erklärten Ziel, auch in den kommenden Wochen oben dranzubleiben. Überschattet wurde der Galaauftritt jedoch von einer schweren Schulterverletzung kurz vor Schluss, die die Freude über das 8:1 menschlich relativierte.

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„Das Zweikampfverhalten war sehr ausgeprägt, auch bei Pleißing/W., aber wir haben dagegengehalten. Folgedessen konnten wir nach etwa zehn Minuten, spätestens nach einer Viertelstunde, die Oberhand gewinnen“, sagte Robert Hahn rückblickend. Auch die Kräfteverhältnisse seien eindeutig gewesen: „Das Chancenverhältnis sprach klar für den SV Pulkau; Pleißing hatte kaum Möglichkeiten.“ Im Ballbesitz verortete er klare Vorteile: „Ich denke, es lag ungefähr bei siebzig zu dreißig – wir waren sehr dominant.“ Der Weg zur Kontrolle führte über Robustheit in den Duellen, konsequentes Gegenhalten in der intensiven Anfangsphase und lange Ballbesitzpassagen mit hohem Zugriff auf die zweiten Bälle.
Hahn führte die Offensiv-Effizienz direkt auf die Spielkontrolle zurück: „Pleißing hatte keinen Zugriff aufs Spiel. Folgedessen sind die Tore zwangsläufig gefallen.“ Den Auftakt machte in Minute 24 Erik Bolla zum 1:0. Matej Soska erhöhte in der 32. auf 2:0, ehe Martin Baumhauer in der 37. den 3:0-Halbzeitstand herstellte. Nach Wiederbeginn meldeten sich die Gäste kurz: Philipp Resel verkürzte in der 52. auf 3:1. Die Antwort der Hausherren fiel prompt und vielschichtig aus: Johannes Mayer traf in der 57. zum 4:1, Thomas Brunnhofer legte in der 63. das 5:1 nach. Soska schnürte schließlich seinen Dreierpack mit Treffern in der 68. und 73. Minute – 7:1. Den Schlusspunkt setzte Gernot Traxler in der 79. zum 8:1. So spiegelte sich die von Hahn beschriebene Überlegenheit nicht nur in langen Ballbesitzphasen und gewonnenen Zweikämpfen, sondern auch in konsequenter Effizienz im Strafraum.
In einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugte Pulkau auf ganzer Linie – der Ton für die nächsten Wochen ist gesetzt: „Wir wollen weiter so viele Punkte wie möglich holen, um vorne dranzubleiben. Besonders imponiert hat mir: Wir haben nie aufgehört, Druck zu machen. Folgedessen haben wir viele Tore geschossen – das stimmt mich sehr positiv für die nächsten Spiele“, so Hahn. Überschattet wurde der Abend von einer Verletzung kurz vor dem Ende: Nach einem unglücklichen Zusammenstoß stürzte ein Pulkauer Spieler auf die Schulter und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. „Er liegt derzeit im Spital – auf diesem Wege wünschen wir ihm alles Gute und eine schnelle Genesung“, sagte der Obmann.