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Irnfritz besiegt USV Kühnring 4:1 – Trainer Robert Wenninger: "Ergebnis gerecht, Moral nach der Pause"

TSV Irnfritz
USV Kühnring

Im Duell des TSV Irnfritz mit dem USV Kühnring in der 2. Klasse Thayatal sprach Trainer Robert Wenninger von einer klaren Steigerung nach der Pause und hob die Moral seines Teams hervor. Zugleich ordnete er die Partie als gerecht ein und kritisierte die erste Hälfte scharf. Zwischen Enttäuschung über verlorene Zweikämpfe und Respekt vor der physischen Stärke Irnfritz' stand am Ende eine nüchterne, aber aufbauende Analyse.

Nahaufnahme Flutlichtmast

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Früher Rückstand, harte Selbstkritik

Wenninger brachte es früh auf den Punkt: „Das Ergebnis war gerecht.“ Er verwies auf die verpatzte Anfangsphase und eine verpasste Initialzündung: „Wir hatten gleich nach 20 Sekunden aus der Distanz die erste gute Möglichkeit, haben dann aber verdient den Rückstand hinnehmen müssen. Da waren wir klar unterlegen; Irnfritz hatte die besseren Chancen.“ Taktisch wie in der Intensität sah er deutliche Defizite: „Mit der ersten Halbzeit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Wir waren zu passiv, haben keine Zweikämpfe angenommen, kaum Körperkontakt gesucht. Alle vier Gegentore waren vermeidbar.“ Der Spielverlauf untermauerte diese Einschätzung: Irnfritz ging in der 10. Minute mit 1:0 in Führung (Vojtech Preucil) und stellte nach 13 Minuten auf 0:2 (Preucil). In Minute 17 erhöhte Pavel Chalupa aus Kühnring-Sicht auf 0:3, ehe Salih Önsoy in der 20. auf 1:3 verkürzte. Preucil schnürte in der 26. Minute seinen Hattrick und stellte auf 1:4 – der Pausenstand.

Reaktion nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild: „Wir waren eine Spur besser, hatten einige Chancen und hätten den Anschlusstreffer verdient gehabt“, so Wenninger. Die Wucht der Irnfritzer blieb spürbar, zugleich stabilisierte sich Kühnring: „Physisch ist Irnfritz sehr stark. In der ersten Halbzeit haben wir es ihnen zu einfach gemacht, aber nach der Pause waren wir auf Augenhöhe.“ Zwischen Frust über die schwache Anfangsphase und Zufriedenheit mit der Reaktion stand ein klarer Auftrag: mehr Zugriff, mehr Präsenz, mehr Mut im Vorwärtsgang – und die Überzeugung, dass auf dieser Basis Punkte möglich sind. Jetzt fordert er Reaktion, eine Einheit für die nächsten Wochen bleiben und weiter zusammen rücken! Trainingsbeteiligung hoch halten, beim Heimdoppel muss die Devise 6 Punkte sein! 

Personalnot und nüchterne Einordnung

Auch die Kadersituation spielte mit hinein. „Seit dem Herbst muss ich auf vier bis fünf frühere Stammspieler verzichten; das rächt sich jetzt ein wenig. Zudem musste ich erneut verletzungsbedingt wechseln – das fehlt natürlich“, erklärte Wenninger. Auf individuelle Auszeichnungen wollte er verzichten: „Von unserer Seite gibt es keinen Mann des Spiels, weil wir in der ersten Halbzeit sehr schwach waren.“ Sein Fazit: „Wir haben nach dem 1:4 zur Pause nicht aufgegeben, waren besser im Spiel, haben uns Chancen erarbeitet und sind nicht auseinandergebrochen.“ Die erste Hälfte dient als Mahnung, die zweite als Beleg dafür, dass der USV Kühnring bestehen kann, sobald Intensität, Kompaktheit und Überzeugung stimmen.

2. Klasse Thayatal: Irnfritz : Kühnring - 4:1 (4:1)

  • 26
    Vojtech Preucil 4:1
  • 20
    Salih Önsoy 3:1
  • 17
    Pavel Chalupa 3:0
  • 13
    Vojtech Preucil 2:0
  • 10
    Vojtech Preucil 1:0