Spielberichte

Peter Bauer (Trainer TSV Irnfritz): „Das 1:0 war der Dosenöffner“

TSV Irnfritz
USC Mallersbach

In der 2. Klasse Thayatal feierte der TSV Irnfritz einen klaren 6:0-Heimsieg gegen USC W4 Bau Mallersbach. Nach zäher Anfangsphase legten die Gastgeber vor der Pause los und stellten schon zur Halbzeit auf 5:0. Trainer Peter Bauer sprach von einem „Flow“ nach dem Führungstreffer und lobte Defensive wie Offensive. Einziger Makel blieb die Chancenverwertung nach dem Wechsel – den Schwung will Irnfritz nun mitnehmen.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zähe Anfangsphase, dann löst Winkler den Knoten

Die erste halbe Stunde war ein Ringen ohne Rhythmus. „Es war kein schönes Fußballspiel. Es gab sehr viele Unterbrechungen durch Verletzungen oder Foulspiele, und keine Mannschaft ist in einen Spielfluss gekommen“, schilderte Peter Bauer. Umso wichtiger war der Moment, in dem Irnfritz erstmals zupackte: In Minute 24 traf Michael Winkler zum 1:0 und brach den Bann. „Das 1:0 war der Dosenöffner. Mit dem hatten wir auf einmal viel mehr Sicherheit. Wir haben schneller gespielt, wir haben besser gespielt“, erklärte der Trainer. Ab da, so Bauer, „haben wir das Heft in die Hand genommen“. Genau diese stärkste Phase bis zur Pause legte den Grundstein für den deutlichen Heimsieg, weil die Hausherren nach dem Knotenlöser zielstrebig blieben und konsequent nachlegten.

Doppelschlag und „Flow“ – Bauer über die Schlüsselphase

Was Bauer „Flow“ nannte, zeigte sich unmittelbar nach dem Führungstreffer auf der Anzeigetafel. David Vacek erhöhte in der 30. Minute auf 2:0, nur eine Minute später legte Vojtech Preucil das 3:0 nach. In Minute 34 schlug Vacek erneut zu – 4:0 binnen kurzer Zeit. „In der Phase, wo wir das 1:0 gemacht haben und kurz darauf das 2:0, sind wir in einen richtigen Flow gekommen“, sagte Bauer und ergänzte: „Wenn wir noch ein, zwei Tore nachlegen, wird es für den Gegner ganz schwer, noch einmal zurückzukommen.“ Kurz vor der Pause sorgte Christian Arthaber mit dem 5:0 (43.) endgültig für klare Verhältnisse, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Dass Irnfritz in dieser Viertelstunde praktisch alles entschied, passte genau zum Eindruck des Trainers von der Seitenlinie.

Nach der Pause souverän, aber fahrlässig vor dem Tor

Im zweiten Durchgang blieb Irnfritz das aktivere Team und kontrollierte Ball und Gegner. Der Trainer sah seine Mannschaft „über die gesamte Zeit unter Kontrolle“ und lobte die Arbeit gegen den Ball: „Nachdem wir zu null gespielt haben, hat die Abwehr ihre Arbeit sehr gut gemacht.“ Offensiv erarbeiteten sich die Gastgeber weiter reichlich Möglichkeiten, doch es haperte an der Ausbeute. „Wir haben aus sehr vielen Top-Chancen zu wenige Tore erzielt“, so Bauer, der das als klaren Ansatzpunkt mitnimmt: „Verbesserungspotenzial gibt’s in der Chancenverwertung. Wir müssen noch effektiver sein, die Tore noch mehr wollen.“ Einmal zappelte das Netz nach dem Seitenwechsel dennoch: In Minute 60 stellte David Vacek mit seinem dritten Treffer auf 6:0 und schnürte damit den Dreierpack – der Rest war souveränes Verwalten.

Gegneranalyse, Respekt und der Blick nach vorn

Bauer ordnete auch den Gegner ein. „Mallersbach hat die erste halbe Stunde nur mit hohen Bällen agiert. Darauf haben wir uns gut eingestellt und das gut wegverteidigt“, erklärte er. „Dann haben sie auf flaches Rausspielen umgestellt, und das hat uns in die Karten gespielt. Wir sind aggressiv draufgegangen, haben die Bälle relativ hoch gewonnen und sind dann durch schnelles Umschaltspiel zu den Toren gekommen.“ Zur Leistung des Unparteiischen wollte sich Bauer nach dem Kantersieg nicht äußern: „Nach einem Sieg in der Höhe mag ich mich zur Schiedsrichterleistung gar nicht äußern.“ In der Tabelle liegt Irnfritz auf Rang fünf (47 Punkte, Runde 25), Mallersbach hält Platz elf (29 Punkte). Für die kommenden Aufgaben gibt der Coach die Richtung vor: „Ich hoffe, dass wir den Schwung von diesem Spiel in das nächste mitnehmen.“

2. Klasse Thayatal: Irnfritz : Mallersbach - 6:0 (5:0)

  • 60
    David Vacek 6:0
  • 43
    Christian Arthaber 5:0
  • 34
    David Vacek 4:0
  • 31
    Vojtech Preucil 3:0
  • 30
    David Vacek 2:0
  • 24
    Michael Winkler 1:0