Derby, Tempo und drei sehenswerte Treffer: In der 2. Klasse Thayatal zog der SV Manhartsberg in Runde 26 gegen den SV Pulkau mit 2:1 den längeren. Pulkau hatte vor der Pause mehr vom Spiel, doch nach Wiederanpfiff übernahm der Tabellenführer und entschied die Partie mit einem Weitschuss ins Kreuzeck. Obmann Robert Hahn sprach von einem starken Auftritt seiner Elf, haderte aber damit, dass es am Ende trotz vieler Chancen nicht zu einem Punkt reichte.

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Von Beginn an war spürbar, dass es ein echtes Derby ist. Robert Hahn beschrieb das Duell als „ein gutes Spiel beider Mannschaften, ein richtiges Derby“. Pulkau erwischte eine starke erste halbe Stunde, kam laut Hahn zu „zwei Riesenchancen“, ließ diese aber aus. Effizienter war der Gastgeber: In Minute 12 stellte David Kriz auf 1:0. „Im Gegenzug hat Mannhartsberg ein leichtes Tor erzielt“, ärgerte sich Hahn über die verpasste eigene Führung. Seine Mannschaft blieb jedoch im Spiel, arbeitete weiter sauber nach vorne und belohnte sich noch vor dem Pausenpfiff: Alexander Hahn traf in der 36. Minute zum 1:1, womit der starke Pulkauer Auftritt der ersten Hälfte auch am Spielstand sichtbar wurde. Zur Halbzeit war damit alles offen, und das Derby hielt genau das, was es versprochen hatte.
Gleich nach der Pause kippte die Partie in Richtung des Spitzenreiters. „In der zweiten Hälfte war Mannhartsberg etwas stärker“, ordnete Robert Hahn ein. Der Tabellenführer zeigte, warum er vorne steht, und schlug früh nach Wiederbeginn zu: Patrik Paulik traf in der 49. Minute zum 2:1. Aus Pulkaus Sicht war es ein Treffer der besonderen Sorte. „Sie haben durch ein Traumtor mit einem Weitschuss genau ins Kreuzeck gewonnen“, sagte Hahn, der ausdrücklich die Qualität des Gegners betonte: „Mannhartsberg ist nicht umsonst Tabellenführer und wäre ein verdienter Meister. Sie haben eine sehr hohe Qualität im Kader.“ Pulkau versuchte weiter, Akzente zu setzen, doch in dieser Phase hatte der Gastgeber mehr vom Spiel und brachte den Vorsprung routiniert über die Zeit.
Trotz der Niederlage nahm Robert Hahn viel Positives mit. „Wir waren ersatzgeschwächt, zwei wichtige Spieler haben gefehlt. Dadurch hat die spielerische Linie etwas gefehlt“, erklärte der Obmann offen. Umso höher bewertete er den Auftritt: „Nichtsdestotrotz war es von uns wirklich eine sehr gute Leistung. Schade, dass wir uns nicht mit einem Punkt belohnt haben.“ Besonders die erste Hälfte gefiel ihm: „Wir haben sehr gut umgeschaltet und Chancen kreiert.“ Mit nun 50 Punkten rangiert Pulkau im Spitzenfeld, während Manhartsberg mit 75 Zählern an der Spitze steht. Für die Schlussphase der Saison will Pulkau die gezeigten Elemente aus Halbzeit eins wieder häufiger auf den Platz bringen.