In der 2. Klasse Thayatal trafen der UFC Drosendorf und der SV Ravelsbach aufeinander – am Ende stand ein 1:1, mit dem beide leben konnten. Drosendorf erwischte den besseren Start und legte vor, Ravelsbach antwortete noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes, laufintensives Duell, in dem die Gäste sogar die Latte trafen. Für Coach Erich Steindl war es ein Nachmittag „mit viel Einsatz und viel Laufarbeit“ – und unterm Strich „ein gerechtes Unentschieden“.
Die ersten Minuten gehörten klar den Hausherren. Erich Steindl beschrieb diese Phase ohne Umschweife: „In der Anfangsphase war Drosendorf sehr überlegen, sie haben uns Richtung Tor gedrückt und viele gute Chancen gehabt.“ Ravelsbach überstand den Druck zunächst, kassierte dann aber den Rückschlag. „Wir haben ein dummes Tor bekommen, weil wir die Abseitssituation falsch gespielt haben“, so Steindl. In Minute 37 stellte Moritz Kaufmann für Drosendorf auf 1:0 – verdient aus Sicht der Gastgeber, folgerichtig nach ihrer starken Anfangsphase. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Fünf Minuten später war Ronny Schmidt zur Stelle und traf in der 42. Minute zum 1:1. „Nach dem Rückstand sind wir verdient noch vor der Pause zum 1:1 gekommen“, erklärte der Trainer. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen, das 1:1 zur Halbzeit passte zum bis dahin zweigeteilten Spiel: Drosendorf mit mehr Zug zu Beginn, Ravelsbach mit dem wichtigen Ausgleich.
Nach der Pause blieb es intensiv und zweikampfbetont, genau die Art Partie, die Steindl angekündigt hatte: „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel, mit viel Einsatz und viel Laufarbeit.“ Seine Mannschaft legte in der Einstellung sichtbar zu. „In der zweiten Halbzeit haben wir den Zweikampf absolut angenommen und uns sehr gut präsentiert. Die Mannschaft hatte eine sehr positive Einstellung.“ Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, die größte lag allerdings bei den Gästen. Steindl schilderte die Szene so: „Maurice Lukestik hat sich links super durchgespielt und dann auf die Latte geschossen.“ Zuvor hatte Ravelsbach bereits „wieder zwei sehr hochkarätige Chancen durch Maurice Lukestik ausgelassen“, wie der Coach einräumte. Dass am Ende kein Sieg heraussprang, führte er klar auf die Effizienz zurück: „Gefehlt hat uns wieder die Chancenverwertung. Mit besserer Verwertung können wir das Match gewinnen.“
Im Fazit fand Steindl ehrliche Worte für den Gegner: „Drosendorf hat keine speziellen oder auffälligen Spieler, aber ein sehr gutes Gesamtteam. Sie treten super als Mannschaft auf, sind zweikampfstark und engagiert.“ Auch beim Unparteiischen blieb er fair: „Für den Schiedsrichter war es nicht leicht zu leiten, aber die Leistung war in Ordnung.“ So blieb es bei einem 1:1, das Steindl mehrfach als „absolut gerecht“ bezeichnete.
In der Tabelle liegt Drosendorf mit 38 Punkten im gesicherten Mittelfeld, Ravelsbach hält bei 20 Zählern. Für die Gäste zählt jetzt, die starke zweite Halbzeit mitzunehmen und vorne konsequenter zu werden – denn die Belohnung fehlt noch zu oft. Schon gegen den nächsten Gegner wird wichtig sein, denselben Zugriff in den Zweikämpfen zu zeigen und die Chancen eiskalt zu nützen.