In der 2. Klasse Thayatal hat der SV Pulkau gegen den TSV Irnfritz nach einer 2:0-Führung nur ein 2:2 mitgenommen. Erik Bolla brachte die Gastgeber mit einem Doppelpack klar in Front, ehe die Gäste spät zurückkamen. Für Obmann Robert Hahn lag der Knackpunkt trotzdem schon deutlich früher: Pulkau ließ in der starken ersten Hälfte weitere Chancen liegen und hielt Irnfritz damit im Spiel.

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Das 2:2 hatte einen Verlauf, der aus Pulkauer Sicht lange nach mehr aussah. Erik Bolla brachte die Hausherren in der 21. Minute mit 1:0 in Führung, und mit diesem Vorsprung ging der SV auch in die Pause. Kurz nach dem Seitenwechsel legte Bolla noch einmal nach und stellte in der 49. Minute auf 2:0. Viel sprach da für einen Heimsieg, zumal Pulkau schon vor der Pause gute Phasen hatte und sich die Führung verdient erarbeitet hatte. Irnfritz blieb aber dran, verkürzte in der 79. Minute durch Vojtech Preucil und kam nur fünf Minuten später durch David Vacek noch zum 2:2. Damit war eine Partie wieder offen, die zuvor klar in Richtung Gastgeber gelaufen war.
Gerade deshalb blickte Robert Hahn nach dem Schlusspfiff vor allem auf die erste Halbzeit. Der Obmann sprach von einem „sehr guten, schnellen und kampfbetonten Spiel“, in dem man gemerkt habe, dass zwei Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte aufeinandergetroffen seien. Aus seiner Sicht war Pulkau in diesen 45 Minuten näher dran, die Partie vorzuentscheiden. „Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Torchancen nützen, können wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden“, sagte Hahn. Genau darin lag für ihn der Hauptgrund, warum aus einer starken ersten Hälfte am Ende kein voller Erfolg wurde. Pulkau ließ diese Möglichkeiten liegen, hielt den Gegner damit im Spiel und musste später dafür bezahlen.
Hahn beschrieb den Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause klar positiv. „Wir waren sehr laufstark, haben toll gekämpft und Torchancen kreiert“, sagte er. Nach dem zweiten Treffer direkt nach Wiederbeginn schien Pulkau das Spiel zunächst weiter in der Hand zu haben, doch danach änderte sich das Bild. Hahn meinte, seine Mannschaft sei „unerklärlicherweise wieder in ein altes Schema hineingefallen“ und dadurch zurückgefallen. Gleichzeitig hatte Irnfritz nach seiner Einschätzung in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile. Der Anschluss von Preucil brachte die Gäste endgültig zurück, und mit dem Ausgleich von Vacek war die Führung der Gastgeber ganz dahin. So wurde aus einer Partie, in der Pulkau lange näher am Sieg war, am Ende doch noch ein Remis.
Dass am Ende trotzdem kein einseitiger Blick auf das Ergebnis blieb, lag auch an der Einordnung des Gegners. Hahn machte keinen Hehl daraus, dass er in Irnfritz eine „Top-Mannschaft“ mit „guten Einzelspielern“ sieht und den Gegner als harten Prüfstein erwartet hatte. Deshalb fiel sein Gesamturteil nüchtern aus: „In Summe war es ein gerechtes Unentschieden.“ Auch abseits des Resultats gab es für ihn wenig zu diskutieren. „Es gab eigentlich keine strittigen Situationen, die Schiedsrichterleistung war in Summe gut“, sagte Hahn. In der Tabelle bleibt Irnfritz damit mit 11 Punkten im Vorderfeld, Pulkau hält nach fünf Runden bei sieben Zählern. Für die Gastgeber wird nach diesem 2:2 vor allem die Chancenverwertung aus der starken ersten Hälfte ein Thema bleiben.