Spielberichte

„Wir konnten das Tempo bis zur 95. Minute hochhalten“ – Japons dreht 1:2 noch in ein 4:2

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USV Geras
SV Union Japons

In Runde 6 der 2. Klasse Thayatal hat USV Geras gegen SV Raiffeisen Union Japons trotz 2:1-Führung noch 2:4 verloren. Trainer Andreas Wallner führte den Auswärtssieg vor allem auf den späten Offensivdruck, den großen Willen seiner Mannschaft und die Fähigkeit zurück, das Tempo bis in die Nachspielzeit hochzuhalten. Drei Treffer ab der 87. Minute drehten die Partie endgültig zugunsten der Gäste.

Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Der Plan geht früh auf, Geras kommt aber zurück

Wallner hatte seine Mannschaft mit einem klaren Plan ins Spiel geschickt. „Unser Plan war, den Gegner in den ersten 15 bis 20 Minuten unter Druck zu setzen, schnell in die Spitze zu spielen und mit hohen Bällen die Innenverteidigung zu beschäftigen“, sagte der Japons-Trainer. Nach seiner Einschätzung ging das zu Beginn auch auf. Die Gäste kamen früh zu zwei guten Möglichkeiten, bei der dritten Aktion nach einem Eckball fiel dann in der 6. Minute durch Jakub Göth das 0:1. Danach wurde Geras laut Wallner stärker, brachte den eigenen Spielmacher besser ins Spiel und kam in der 33. Minute durch Edvard Vasiljev zum 1:1. Dass es mit diesem Stand in die Pause ging, ärgerte den Coach dennoch, weil Japons aus seiner Sicht davor schon gute Möglichkeiten auf das zweite Tor hatte und sich für diese Phase nicht ausreichend belohnte.

Ab Minute 80 voll auf Angriff – und dann kippt das Spiel

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel aus Sicht der Gäste lange offen, bekam aber in der Schlussviertelstunde noch einmal eine ganz eigene Dynamik. Geras ging in der 74. Minute durch Stephan Raab mit 2:1 in Führung, Wallner bewertete diesen Treffer allerdings als Abseitstor. Unabhängig davon reagierte Japons mit voller Offensive. „Ab der 80. Minute haben wir hopp oder tropp gespielt und auf komplette Offensive umgestellt, weil wir ein Tor aufholen mussten“, sagte er. Der Ausgleich fiel in der 87. Minute durch Roman Divis, der laut Wallner über die linke Seite durchkam, am Sechzehner zwei Gegenspieler aussteigen ließ und flach ins kurze Eck traf. Japons blieb danach am Drücker, und nur zwei Minuten später war es wieder Divis, der nach einem weiteren Angriff über die Seite auch das 2:3 erzielte. In der Nachspielzeit setzte Japons dann noch den Schlusspunkt. Geras suchte das 3:3, die Gäste spielten sich laut Wallner hinten heraus, Divis trieb den Ball nach vorne und legte im richtigen Moment quer, statt selbst den Hattrick zu suchen. Jan Kolarik lief mit und verwertete zum 2:4-Endstand.

Viel Wille, zu viele vergebene Chancen und einige strittige Szenen

Gerade dieser Schlussabschnitt passte für Wallner zur gesamten Leistung seiner Mannschaft. „Positiv war ganz klar der Wille der Mannschaft, nicht aufzugeben. Obwohl wir die bessere Mannschaft waren und hinten waren, hat jeder versucht, alles zu geben und jeder für jeden zu laufen“, sagte der Trainer. Gleichzeitig sparte er die Kritik nicht aus. „Negativ war einfach unsere Chancenauswertung. Wir sind mit den vielen Chancen zu fahrlässig umgegangen und bringen uns dadurch selbst in Bedrängnis. Da müssen wir vor dem Tor gieriger auftreten.“ Den Gastgebern bescheinigte er dennoch gefährliche lange und schnelle Bälle sowie Stärke bei Standards. Diskussionsstoff sah Wallner ebenfalls: Vor dem 1:1 habe Japons wegen der Herausnahme von Dominik Homola ungeordnet verteidigt, außerdem sprach er aus seiner Sicht von einer nicht geahndeten roten Karte, einem Abseitstor zum 2:1 und einem möglichen Handelfmeter. Unterm Strich blieb für ihn aber die eigene Leistung der Hauptgrund für den Sieg: „Wir konnten das Tempo bis zur 95. Minute hochhalten, haben uns viele Möglichkeiten herausgespielt und in der Abwehr so gut wie nichts zugelassen.“ Mit dem 4:2 hält Japons nach sechs Spielen bei 13 Punkten und bleibt im Spitzenfeld, während Geras mit drei Zählern weiter im unteren Tabellendrittel feststeckt.

2. Klasse Thayatal: Geras : SVU Japons - 2:4 (1:1)

  • 92
    Jan Kolarik 2:4
  • 89
    Roman Divis 2:3
  • 87
    Roman Divis 2:2
  • 74
    Stephan Raab 2:1
  • 33
    Edvard Vasiljev 1:1
  • 6
    Jakub Göth 0:1