In der 2. Klasse Thayatal hat sich SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf gegen SV Raiffeisen Union Japons lange ordentlich gewehrt, am Ende setzte sich Japons aber klar mit 5:1 durch. Trainer Andreas Wallner sprach nach dem Spiel von einer schwierigen Anfangsphase, weil sich seine Mannschaft erst auf eine unerwartete Aufstellung der Gastgeber einstellen musste. Der Elfmeter zum 1:0 kurz vor der Pause habe das Spiel dann in die richtige Richtung gedreht.

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Aus Sicht von Andreas Wallner begann die Partie alles andere als geradlinig. Der Trainer von Japons erklärte, dass Sigmundsherberg mit einer überraschenden Aufstellung in die Begegnung gegangen sei. „Sigmundsherberg hat eine überraschende Aufstellung gehabt, mit zwei Spielern, die das erste Mal in dieser Saison gespielt haben. Außerdem wurden bei ihnen verschiedene Positionen verändert. Dadurch war unsere Taktik leider wertlos und wir mussten uns erst in das Spiel reinfinden“, sagte Wallner. Genau das war in der ersten Halbzeit auch zu sehen. Die Gastgeber machten es laut Wallner „wirklich gut“, bereiteten seinem Team Probleme und kamen zu zwei, drei Möglichkeiten. Viel Zwingendes sei zwar nicht dabei gewesen, aber Japons musste zunächst einmal Ordnung in das eigene Spiel bringen, ehe die Gäste in der 38. Minute den entscheidenden Schritt nach vorne machten. Nach einem Foul im Strafraum gab es Elfmeter, und Jan Kolarik verwandelte zum 0:1. Für Wallner war dieser Moment von großer Bedeutung: „Der Elfmeter vor der Pause war ganz wichtig für uns, um mit 1:0 in Führung zu gehen.“
Was vor dem Seitenwechsel schon angedeutet war, wurde nach der Pause deutlich klarer. Wallner hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft nun wieder bei ihrem Spiel angekommen war. „Ab der zweiten Hälfte haben wir wieder versucht, unseren Fußball zu spielen. Wir haben viele gute Torchancen herausgespielt, schnell umgeschaltet und sind wirklich sehr gut über die Abwehr drüber gekommen“, beschrieb er die Phase nach der Pause. Auch der Spielstand spricht dafür. Nur sieben Minuten nach Wiederbeginn legte erneut Jan Kolarik nach und erhöhte auf 0:2. Spätestens damit war Japons voll am Drücker. In der 62. Minute stellte Roman Divis auf 0:3, nur drei Minuten später traf Jakub Göth zum 0:4, und als Divis in der 70. Minute auch noch das 0:5 folgen ließ, war die Begegnung endgültig entschieden. Wallner brachte diese Entwicklung knapp auf den Punkt: „In der zweiten Hälfte waren wir dadurch klar stärker und konnten das Spiel klar für uns entscheiden.“
Trotz des deutlichen Endstands verlor der Japons-Trainer den Blick für die Leistung des Gegners nicht. Gerade die erste Hälfte blieb ihm in Erinnerung, weil Sigmundsherberg mit vielen jungen Spielern mutig auftrat und auch nach der Pause noch zu Abschlüssen kam. „Sie haben sich wirklich mit den vielen jungen Spielern gut geschlagen“, sagte Wallner. Er sprach davon, dass die Gastgeber auch in der zweiten Halbzeit noch zwei, drei Möglichkeiten hatten und ein, zwei dieser Chancen durchaus im Tor landen hätten können. Der Ehrentreffer fiel dann auch noch in der 89. Minute, als David Kasis auf 1:5 stellte. An dem klaren Auswärtssieg änderte das nichts mehr. Japons nimmt damit in Runde acht drei Punkte mit, hält nun bei 17 Zählern und bleibt in der Spitzengruppe dabei. Für Wallner war vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft nach einem schwierigen Beginn ruhig blieb, das Spiel annahm und nach der Pause die nötige Konsequenz zeigte.