In der 2. Klasse Thayatal hat USC W4 Bau Mallersbach gegen USV Kühnring trotz Blitzstart mit 2:7 verloren. Die Gäste lagen nach einer wilden ersten Hälfte schon 5:2 vorne und zogen nach der Pause rasch davon. Trainer Robert Wenninger sah vor allem die Reaktion nach dem frühen Rückstand und die Tore kurz vor der Pause als Schlüssel: „Die zwei Tore vor der Halbzeit waren maßgeblich.“

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Für Kühnring begann die Partie denkbar schlecht. Schon in der 1. Minute brachte Philipp Parth die Gastgeber mit 1:0 in Führung und sorgte damit für genau jenen Rückschlag, den Robert Wenninger nach dem Spiel ansprach. „Wir haben gleich zu Beginn einen Rückschlag hinnehmen müssen“, sagte der Trainer, betonte aber gleichzeitig, dass seine Mannschaft danach „relativ gut in das Spiel zurückgekommen“ sei. Das ließ sich auch am Spielstand ablesen. Vojtech Suchomel glich in der 13. Minute zum 1:1 aus, Adam Novotny drehte die Partie in der 19. Minute auf 2:1 für die Gäste. Zwar kam Mallersbach durch Radek Bihari in der 24. Minute noch einmal zum 2:2, doch Kühnring ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Nur eine Minute später stellte Novotny mit seinem zweiten Treffer des Tages schon wieder auf 3:2 und setzte damit die nächste Antwort.
Genau in dieser ersten Halbzeit sah Wenninger dann auch den entscheidenden Abschnitt der gesamten Begegnung. „Die zwei Tore vor der Halbzeit waren maßgeblich daran beteiligt, dass wir das Spiel zu unseren Gunsten entschieden haben“, sagte der Kühnring-Trainer. Nach dem 3:2 blieb seine Mannschaft am Drücker und legte noch vor dem Seitenwechsel entscheidend nach. In der 44. Minute erhöhte Istvan Varga auf 4:2, und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann auch noch das Eigentor von Benjamin Blasnik zum 5:2. Damit war aus einem zunächst offenen Spiel innerhalb weniger Minuten eine klare Geschichte geworden. Wenninger sprach davon, dass seine Mannschaft immer stärker geworden sei und die Kontrolle übernommen habe. Genau dieses Bild zeigte sich in dieser Phase sehr deutlich, weil Kühnring nicht nur reagierte, sondern das Spiel mehr und mehr in die eigene Richtung zog.
Wenninger hob nach dem Schlusspfiff vor allem hervor, wie gut sich seine Mannschaft auf die Bedingungen in Mallersbach eingestellt habe. „Wir haben uns auf dem kleinen Platz sehr gut eingestellt und dann genau so gespielt, wie man auf solchen Plätzen spielen muss“, sagte er. Gemeint war ein direkter, einfacher Stil ohne Umwege. „Schnörkellos, ohne viel Zauberei, konsequent nach vorne“, so beschrieb er den Auftritt seiner Elf. Kühnring suchte laut Wenninger bewusst das Tempo über außen und wollte im letzten Drittel mit wenigen Ballkontakten zielstrebig sein. Dazu kam die Arbeit gegen den Ball. Hinten habe man „kompromisslos die ersten Bälle gewonnen“ und sei „eng am Mann gewesen“. Auch auf die Stärken des Gegners sei man vorbereitet gewesen. Wenninger erwartete „viele lange und hohe Bälle“ und verwies auf die offensivstarken Spieler bei Mallersbach. Nach der Pause setzte Kühnring diese Linie konsequent fort. Suchomel erhöhte in der 54. Minute auf 6:2 und legte vier Minuten später auch noch das 7:2 nach, womit die Partie endgültig entschieden war.
Großes Aufheben um einzelne Entscheidungen wollte Wenninger nach dem klaren Erfolg nicht machen. Über strittige Szenen könne man zwar reden, meinte er, spielentscheidend sei aus seiner Sicht aber nichts gewesen. Auch sonst sah er nichts, was den Ausgang der Partie wesentlich beeinflusst hätte. Für Kühnring bleibt damit ein klarer Auswärtssieg stehen, der vor allem aus Sicht des Trainers auf einer starken Reaktion nach dem frühen 0:1, einer guten Anpassung an die Bedingungen und einer sehr wichtigen Schlussphase vor der Pause aufbaute. In der Tabelle hält Kühnring nach neun Runden bei 14 Punkten auf Rang sechs, Mallersbach folgt mit zwölf Zählern direkt dahinter.