Nach einer bemerkenswerten Herbstsaison in der 2. Klasse Traisental blickt Peter Obritzberger, Trainer von SC Schaubach Pyhra, mit spürbarem Stolz auf die vergangenen Monate zurück. Sein Team überraschte als Tabellenzweiter hinter dem klar führenden USC Markersdorf und überzeugte mit Teamgeist, Konstanz und jugendlicher Energie. Obritzberger betont die Geschlossenheit des Kaders, verweist auf die positive Entwicklung der jungen Spieler und unterstreicht, dass der Verein weiterhin auf Stabilität und Kontinuität setzt. Die letzten fünf Spiele des Herbstes verliefen stark: Vier Siege – gegen SC St. Pölten Union Landhaus, ASK Wilhelmsburg, SV Neulengbach und FCU Frankenfels – sowie eine Niederlage gegen USC Markersdorf brachten Pyhra auf 26 Punkte und festigten die Rolle als erster Verfolger.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Obritzberger beschreibt sein Team als „sehr junge, lernwillige Mannschaft, die bereit ist, sich zu quälen“. Dass Pyhra nach zwölf Monaten Umbruch und Aufbau auf Platz zwei der Tabelle steht, wertet er als klare Bestätigung: „Wir sind dort, wo wir gerne sein wollen.“
In der Winterpause blieb der Kader bewusst unverändert. Lediglich ein Defensivspieler kehrte vom FC Traisen zurück – „eine Bereicherung im defensiven Bereich“, so der Trainer. Ansonsten blieb alles beim Alten: kein Abgang, keine strukturellen Änderungen im Betreuerstab, keine Langzeitverletzten. Kontinuität als Programm.
Ein zentrales Element im Konzept Obritzbergers ist die Integration junger Talente. Bereits 15- bis 16-Jährige gehören fix zur Kampfmannschaft. „Jede Entwicklung von jedem Einzelnen im Herbst war einzigartig“, sagt er. Das Zusammenspiel zwischen Nachwuchskräften und Routiniers funktioniert hervorragend; gegenseitiger Druck und Motivation sind täglicher Antrieb im Training.
Bezeichnend: Rund 30 Spieler nehmen regelmäßig an den Übungseinheiten teil – ein Spiegel der Breite und Begeisterung im Verein. Auch die Reserve-Mannschaft krönte den Herbst mit dem Meistertitel, was laut Obritzberger zeige, „dass da sehr viel Gutes in den letzten Jahren passiert ist“.
In seiner ersten vollen Saison in der 2. Klasse Traisental zeigt sich der Trainer beeindruckt von der Qualität der Liga. „Diese sogenannte letzte Klasse ist unglaublich hoch anzusetzen“, resümiert er. Besonders hebt er USC Markersdorf hervor: Der Spitzenreiter liegt neun Punkte vor Pyhra. „Da wird es schwer, heranzukommen“, meint Obritzberger.
Dennoch bleibt die Motivation hoch, im Frühjahr die Leistungen zu bestätigen und den starken Herbst zu wiederholen. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen geben Rückenwind; die Niederlage gegen Markersdorf wird als Lernschritt verbucht.
Für den 56-Jährigen steht fest, dass Erfolg beim SC Schaubach Pyhra nicht nur auf dem Platz entsteht. „Wir funktionieren als Verein – vom jüngsten Nachwuchstrainer bis zum Präsidenten. Da zieht alles an einem Strang“, sagt er. Die Unterstützung durch die Fans sei für die junge Mannschaft enorm wichtig: „Wir wollen unsere Fans glücklich machen, vor allem bei Heimspielen, und hoffen, dass sie uns weiter so unterstützen.“
Mit dieser klaren Ansage startet Pyhra in die Frühjahrssaison – mit jugendlicher Frische, mannschaftlicher Geschlossenheit und klaren Strukturen. Obritzberger bringt es auf den Punkt: „Wenn wir den Herbst wiederholen können, wäre das ein Megaerfolg.“