Spielberichte

Anto Kovacevic (SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus): „Pech beim Elfer – sonst zufrieden“

SC St.Pölten Union Landhaus
SV Altlengbach

Ein kompakter, taktisch geprägter Nachmittag prägte das Nachtragsspiel von SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus gegen SV Altlengbach-Laabental. In der 2. Klasse Traisental blieb die Begegnung lange von Geduld und Disziplin bestimmt – am Ende stand ein 0:0, das vor allem den Charakter der Partie widerspiegelte. Trainer Anto Kovacevic ordnete das Geschehen als typisches erstes Spiel nach der Winterpause ein: wenige klare Chancen, viel Arbeit gegen den Ball, dazu ein Schlüsselmoment vom Punkt, der ungenutzt blieb. Sein Team fand über weite Strecken mehr Kontrolle, erhöhte das Risiko im letzten Drittel aber nicht konsequent. Zugleich betonte er die faire Gangart beider Mannschaften und den stabilen Auftritt seines verjüngten Ensembles trotz Ausfällen in der Stammformation. Der Blick nach vorn fällt konstruktiv aus: Mehr Mut im Umschalten soll künftig die Offensivbilanz heben.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Taktik, Kontrolle und erstes Frühjahrsgefühl

„Sehr taktisch geprägtes Spiel und typisches erstes Rückrundenspiel“, brachte Anto Kovacevic die Tonalität auf den Punkt. Er sah sein Team mit mehr Spielkontrolle, ohne dass daraus Hochkaräter en masse entstanden: „Bis zu unserem Elfmeter um die 70. Minute, den wir an die Stange setzten, gab es insgesamt wenige Torchancen.“ Der Grundtenor: Organisation vor Offensive. Die Intensität war hoch, das Duell blieb sauber: „Es war kampfbetont und energisch, aber von beiden Seiten sehr fair – und der Schiedsrichter hatte die Partie gut im Griff.“

Schlüsselmoment vom Punkt und ruhende Bälle

Der Strafstoß um die 70. Minute wurde zum markanten Moment eines Spiels mit wenigen Möglichkeiten. Auch bei Standards blieb es überschaubar: Nach Kovacevic’ Eindruck verbuchte SV Altlengbach-Laabental drei Ecken sowie ein bis zwei Freistoßflanken, sein Team kam auf zwei Eckbälle. Die Vorbereitung war sichtbar: „Wir haben die Eckballvarianten intensiv studiert – die Abläufe haben gepasst, nur der Torerfolg hat gefehlt.“ Es mangelte letztlich am letzten Detail im Abschluss – ein roter Faden eines Nachmittags, an dem Struktur und Kompaktheit über Spektakel standen.

Stabilität, Ausfälle und der nächste Schritt

Das Fundament stimmte: „Gegen den Ball haben wir absolut alles richtig gemacht.“ Im Umschaltspiel sah der Coach jedoch Luft nach oben; dort agierte sein Team „etwas zögerlich, vorsichtig“ – nachvollziehbar für die erste Partie nach der Winterpause. Umso bemerkenswerter fiel sein Gesamturteil aus, auch mit Blick auf die Personallage: „Trotz drei Ausfällen in der ersten Elf und vielen Jungen, die heute erstmals in der ersten Elf gespielt haben, kann man sehr zufrieden sein.“ Der Arbeitsauftrag für die kommende Woche ist klar: „Umschalten schärfen, einen Ticken mehr Risiko gehen und mutiger agieren – dann wird auch offensiv mehr herausschauen.“ Unterm Strich spiegelt das 0:0 die aktuelle Lage treffend wider: stabile Basis, klare Ideen – und der Plan, mit mehr Courage im letzten Drittel die nächste Stufe zu zünden.