Im Duell zwischen SV Würth Böheimkirchen und SV Neulengbach in der 2. Klasse Traisental prägten Tempo und intensive Zweikämpfe das Geschehen. Für Sali Veseli stand der Zusammenhalt seiner Mannschaft im Mittelpunkt: 35 Minuten in Unterzahl verlangten kompromisslose Defensivarbeit – und am Ende jenen Punkt, den sein Team sich nach eigenem Empfinden redlich erkämpfte. Neulengbach erwischte die aktivere Anfangsphase und erhöhte nach der Ampelkarte (Leon Pawaronschütz) den Druck, dennoch blieb Böheimkirchen im Umschalten stets gefährlich. Auf und neben dem Platz zog die Intensität sichtbar an, die Ränge reagierten lautstark – eine Kulisse, die die Dramaturgie der Schlussphase zusätzlich zuspitzte.

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Veseli ordnet die Partie klar ein: „Das Spiel war von Zweikämpfen und Tempo geprägt, weniger von Kontrolle. Beide Teams wollten den Sieg – kein taktisches Geplänkel, sondern Intensität von Beginn an.“ In den dominanten Phasen sah er Vorteile beim Gegner, vor allem nach dem Platzverweis: „Der Gegner war in der Anfangsphase sicher dominanter und nach der Gelb-Roten Karte in der 60. Minute (Leon Pawaronschütz) mit einem Mann mehr dann auch deutlich überlegen.“
Gefährlich wurde Neulengbach vor allem bei ruhenden Bällen: „Neulengbach war über Standards sehr gefährlich. Sie hatten viele Freistöße und Eckbälle, bei denen es immer wieder brenzlig wurde.“ Böheimkirchen setzte die Nadelstiche in der Vertikale: „Wir waren eher im Umschaltspiel gefährlich. Mit unseren schnellen Stürmern haben wir den Gegner immer wieder vor Probleme gestellt.“ Die defensive Hauptaufgabe laut Veseli: „Diese Standards mussten wir vor allem verteidigen.“ Spät kippte die Statik erneut, als Neulengbach in der 83. Minute zum 2:2 durch Irakli Avaliani ausglich – ein später Nackenschlag in einer Phase hohen Drucks.
Die Ampelkarte gegen Böheimkirchens Leon Pawaronschütz wurde zum Wendepunkt: „Nach der Gelb-Roten Karte war es auf unserer Seite vor allem Verteidigen, der Gegner hat mit sehr vielen langen Bällen agiert.“ Für Gesprächsstoff sorgte eine Szene kurz vor Schluss: „In der Schlussphase spitzelt unser Spieler den Ball am Tormann vorbei und schiebt ein – es wurde aber auf Foul entschieden.“ Die aufgeheizte, zugleich positive Kulisse passte zur Intensität: „Mit der Härte am Feld ist auch die Stimmung hochgegangen. Die Resonanz von den Rängen war groß, die Atmosphäre richtig gut.“ Veselis Fazit fußt auf Geschlossenheit: „Wie vor der Saison besprochen: Wir kommen über den Teamgeist – und genau das haben wir heute auf den Platz gebracht. Auf diese 35 Minuten in Unterzahl bin ich extrem stolz.“