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SC Schaubach Pyhra, Trainer Peter Obritzberger: „Sehr stolz auf meine Mannschaft“ – 3:1-Derbysieg in Harland

SC Harland
SC Pyhra

Der Derby-Nachmittag in der 2. Klasse Traisental zwischen SC Harland und SC Schaubach Pyhra begann mit einem Rückschlag für die Gäste, entwickelte sich aber Schritt für Schritt in ihre Richtung. „Das Endergebnis geht grundsätzlich in Ordnung“, ordnete Peter Obritzberger die Partie ein und sprach von einem typischen Derby mit viel Intensität. Früh lag sein Team 0:1 zurück, zur Pause stand es aus Pyhra-Sicht ebenfalls 0:1 – „wir haben bis zur 30. Minute überhaupt nicht in die Spur gefunden“. Danach kippte die Partie in Rhythmus und Haltung: mehr Zugriff, mehr Laufarbeit, sichtbarer Glaube. Obritzberger hob nicht nur die physische Reaktion hervor, sondern auch die Effektivität nach dem Seitenwechsel: späte Tore, klare Nadelstiche – und spürbarer Derby-Stolz auf und neben dem Platz.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Früher Dämpfer und ein zäher Beginn

Harland erwischte den besseren Start und ging durch Vratko Tomek früh mit 1:0 in Führung (7.). Aus Pyhra-Sicht passte das Bild zum Auftakt: „Harland hat viel schneller und viel besser ins Spiel gefunden. Wir haben bis zur 30. Minute überhaupt nicht in die Spur gefunden – sehr schlechter Fußball, ohne Einsatz, ohne Laufbereitschaft.“ Der Coach monierte zudem den individuellen Fehler vor dem Gegentreffer und sprach von einem klaren Derby-Statement des Gegners: „Harland hat alles, was man in einem Derby bringen muss, gebracht und ist verdient früh 1:0 in Führung gegangen.“ Bis zur Pause „ist uns der Ausgleich noch nicht gelungen“, so Obritzberger.

Wendepunkt um Minute 30 und die Kräftefrage

Der Umschwung begann aus Sicht der Gäste mit der ersten zwingenden Offensivaktion: „In der 30. Minute hatten wir erstmals offensiv eine sehr gute Aktion über Jaroslav Hrdina – da haben wir gesehen, dass wir nach vorn gefährlich sein können. Das war der Startschuss.“ Danach übernahm Pyhra immer deutlicher Ball und Raum: „Ab der 30. Minute waren wir schwer überlegen, ball- und spielbestimmend. Ausschlaggebend war, dass wir körperlich, im konditionellen Bereich, weit über Harland zu stellen sind.“ Nach der Pause stellte Pyhra durch Patrik Bachtrögler auf 1:1 (58.), drehte die Partie mit dessen zweitem Treffer auf 2:1 (83.) und setzte in der Schlussminute durch Jakob Bernhard den Schlusspunkt zum 3:1 (90.). „Diesmal – im Gegensatz zur vorigen Woche – ist es Gott sei Dank gut aufgegangen mit drei hervorragenden Toren zum Derbysieg.“

Matchwinner, Ausfälle und ein fairer Derby-Rahmen

Als prägende Figur nannte Obritzberger seine Nummer 9: „Patrik Bachtrögler hat nicht nur den Ausgleich erzielt, sondern auch das 2:1; er ist unermüdlich gelaufen und war schließlich der beste Spieler am Platz.“ Die Torschützen: für Harland Vratko Tomek (1:0/7.), für Pyhra Patrik Bachtrögler (1:1/58., 2:1/83.) und Jakob Bernhard (3:1/90.). Trotz personeller Einschränkungen blieb der Ton gelassen: „Wir hatten einen Ausfall nach der fünften Gelben Karte und ein paar kleinere Blessuren. Ich kann nicht ins Volle greifen, aber mein Kader ist groß genug, jung genug – Jammern auf sehr hohem Niveau. Bei mir ist alles okay.“ Zum Gegner fand er anerkennende Worte: „Harlands Stärke ist die Offensive; sie haben zwei oder drei Legionäre, sind bärenstark, sehr gut und zu Hause schwer zu bespielen.“ Und zum Abschluss der Blick aufs große Ganze: „Es war ein sehr faires Derby, Harland ein sehr netter Gastgeber – das ist im Fußball das Wichtigste: dass alles passt und es Spaß macht.“ Der Fokus richtet sich nun auf die kommende Woche und die nächsten Aufgaben.

2. Klasse Traisental: Harland : SC Pyhra - 1:3 (1:0)

  • 90
    Jakob Bernhard 1:3
  • 83
    Patrik Bachtrögler 1:2
  • 58
    Patrik Bachtrögler 1:1
  • 7
    Vratko Tomek 1:0