Spielberichte

ASK Wilhelmsburg – Sektionsleiter Gernot Harand: "Wir hatten nur zwei, drei Chancen"

SG Traisen/St.Veit
ASK Wilhelmsburg

Kalt, nervös, wenig Durchschlagskraft – so fasst Sektionsleiter Gernot Harand den Auftritt von ASK Wilhelmsburg bei der SG Traisen/St.Veit zusammen. In der 2. Klasse Traisental blieb die große Derby-Hitze aus: "Es war kein Derby für mich – eher eine Erfahrung." Harand erlebte eine nervöse Partie, in der seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, aber zu wenig Gefahr erzeugte – und in der am Ende ein Standard gegen Wilhelmsburg den Unterschied machte. Dass es ein faires Spiel mit wenigen Karten und ohne Aufreger war, passte zum insgesamt gedämpften Puls dieser Begegnung.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Feldüberlegenheit ohne Durchschlagskraft

Harand beschreibt ein Spiel, in dem seine Elf das Geschehen kontrollierte, ohne Zählbares zu produzieren: "Unsere Mannschaft war in beiden Hälften feldüberlegen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen." Die Gründe sieht er sowohl in der eigenen Offensive als auch im kompakten Defensivblock des Gegners: "Traisen hat gut verschoben, ist phasenweise tief gestanden und hat auf Konter gelauert. Dadurch konnten wir aus unseren Situationen nicht viel machen." Die Chancenbilanz fiel entsprechend nüchtern aus: "Im Prinzip hatten wir nur zwei, drei Chancen – und die haben wir nicht verwerten können." Das Setup passte – "das Spielsystem war darauf angelegt, dass wir die Partie unter Kontrolle haben" –, doch im letzten Drittel fehlte die Präzision.

Entscheidung nach Ecke, kaum Standards

Der Knackpunkt war ein Gegentreffer nach einer Ecke. Torschütze: Alexander Hofecker. Harand schildert die Szene selbstkritisch: "Das Tor fiel nach einer Ecke: Unsere Abwehr hat nicht aufgepasst, wir waren unkonzentriert. Ein Abpraller ist beim Gegenspieler gelandet, der dann abgeschlossen hat." Laut Spieldaten fiel der Treffer zum 0:1 in der 64. Minute; zur Pause hatte es 0:0 gestanden. Abseits dieses Moments prägten kaum ruhende Bälle das Geschehen: "Wir hatten fast keine Freistöße und auch kaum Eckbälle – das galt auch für Traisen, weil sich das Spiel eher im Mittelfeld abgespielt hat."

Fairer Rahmen, Engpässe und der Blick nach vorn

Die Partie blieb unaufgeregt: "Es war ein faires Spiel mit nur drei Gelben Karten, und der Schiedsrichter war in Ordnung." Sportlich ordnet Harand die Niederlage auch in die personelle Lage ein: "Wir waren etwas ersatzgeschwächt, hatten nur einen Ersatzspieler, und im Zentrum waren wir nicht so robust wie gewohnt. Die Stürmer waren auf beiden Seiten abgemeldet." Für die nächste Aufgabe hofft er auf Entlastung und die Rückkehr wichtiger Kräfte: "Wir hoffen, dass wir beim nächsten Spiel einmal komplett sind – zumindest wieder mit Torwart und idealerweise auch mit einem Stürmer –, sonst müssen wir ein wenig umstellen. Zu Hause wird das eine andere Partie." Unterm Strich stand ein Arbeitstag mit Stabilität und Kontrolle – aber ohne entscheidenden Punch.

2. Klasse Traisental: SG Traisen/St.Veit : Wilh.burg - 1:0 (0:0)

  • 64
    Alexander Hofecker 1:0