Spielberichte

Jan Novak (ASK Wilhelmsburg): "Wir sind gut gestartet" – Schroffenauer-Dreierpack beim 4:2 gegen SV INDAT Türnitz

ASK Wilhelmsburg
SV Türnitz

Im Duell der 2. Klasse Traisental zwischen ASK Wilhelmsburg und SV INDAT Türnitz legten die Hausherren furios los und mussten am Ende dennoch bis in die Nachspielzeit zittern. „Wir sind gut gestartet, haben früh drei Tore gemacht – da ist alles super gelaufen“, bilanzierte Trainer Jan Novak nach dem 4:2. Gleichzeitig kritisierte er den Bruch im eigenen Spiel: zu viele Ballverluste, sinkendes Tempo und unnötige Unsicherheit. Positiv hob er die Stabilität bei Standards hervor und richtete den Blick bereits aufs Derby – mit der klaren Forderung nach mehr Mut und Härte in den Zweikämpfen.

Torwart wartet auf Eckball

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Frühe Wucht, dann Vorsicht

„Ja, wir sind gut gestartet. Gleich von Anfang haben wir die drei Tore gemacht …“ – der Spielverlauf passte: Patrick Schroffenauer prägte den Nachmittag mit Treffern in der 4. (zum 1:0) und 22. Minute (zum 3:0), dazwischen erhöhte Jemin Krasniqi nach 17 Minuten (zum 2:0). Zur Pause stand es 3:0, die Partie schien fest im Griff. Dieses Polster entstand aus energischem Anlaufen, schnellem Umschalten und konsequenten Abschlüssen. Danach, so Novak, schaltete Wilhelmsburg einen Gang zurück, stand tiefer und ließ Türnitz wieder näher herankommen. Trotz klarer Pausenführung blieb deshalb Selbstkritik: Ballverluste und aufkommende Unsicherheit nahmen dem eigenen Rhythmus den Schwung.

Zweite Halbzeit: gebremstes Tempo, Nervenprobe bis zum Schluss

„Das Tempo in der zweiten Halbzeit war sehr schlecht von unserer Seite. Wir hatten trotzdem viele Chancen, haben sie aber nicht genutzt“, erklärte Novak. Türnitz blieb dran und kam zunächst durch ein unglückliches Eigentor von Simon Stiefsohn (56.) auf 3:1 heran. Mit zunehmender Dauer kippte die Dynamik, Janis Stambolidis verkürzte in der 80. Minute auf 3:2 – die Partie wurde zur Nervenprobe. In Minute 85 sah Trainer Jan Novak Rot; die Mannschaft blieb dadurch jedoch vollzählig am Platz. Erst in der 91. Minute sorgte erneut Patrick Schroffenauer für die Erlösung und stellte mit seinem Dreierpack den 4:2-Endstand her.

Atmosphäre, Standards und der Blick aufs Derby

Abseits der Dramaturgie ordnete Novak den Rahmen nüchtern ein: „Das hat gepasst.“ Standards wurden an diesem Tag weder zur großen Gefahr noch zur besonderen Entlastung: „Von beiden Seiten gab es nicht viele wirklich gefährliche Standards. Defensiv war das in Ordnung, offensiv haben wir daraus wenig kreiert.“ Damit ist der Arbeitsauftrag klar: mehr Konsequenz im letzten Drittel, zielstrebigeres Ausspielen der Chancen und ein höheres Tempo über 90 Minuten. Der Ausblick ist entsprechend fokussiert – und emotional aufgeladen: „Nächste Woche ist Derby. Da müssen wir mutiger sein, härter in die Zweikämpfe gehen – dann kommt auch etwas heraus.“ 

2. Klasse Traisental: Wilh.burg : Türnitz - 4:2 (3:0)

  • 91
    Patrick Schroffenauer 4:2
  • 80
    Janis Stambolidis 3:2
  • 56
    Eigentor durch Simon Stiefsohn 3:1
  • 22
    Patrick Schroffenauer 3:0
  • 17
    Jemin Krasniqi 2:0
  • 4
    Patrick Schroffenauer 1:0