Ein erleichterter, selbstkritischer Ton prägte die ersten Worte von Christian Heiberger nach dem 1:0-Auswärtssieg des FCU Frankenfels/Schwarzenbach beim SV Würth Böheimkirchen in der 2. Klasse Traisental: Er sprach von einem glücklichen Erfolg, weil die Gastgeber vor allem vor der Pause stark agierten und sein Team wenige klare Möglichkeiten herausspielte. Die Entscheidung fiel nach einer Ecke, insgesamt blieben Chancen Mangelware.

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„Torchancen waren auf beiden Seiten rar“, hielt Heiberger fest. Böheimkirchen habe bis auf 20 Meter vor das Tor sehr gut kombiniert. In der 30. Minute fiel das Tor des Tages: Nach einem Eckball stand Lukas Ihrybauer goldrichtig und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Mit dieser Führung ging es in die Pause. Spät in der zweiten Halbzeit hätte der FCU beinahe nachgelegt: Ein Freistoß klatschte an die Querlatte, zudem parierte Böheimkirchens Torhüter einen weiteren Standard stark.
Dass ruhende Bälle den Unterschied machten, überraschte den Coach nicht: „Nach Standards kann immer etwas passieren.“ Der FCU verfüge über gute Kopfballspieler bei Eckbällen, dazu kämen mehrere Akteure mit gefährlichen Freistoßqualitäten. Sein Fazit: Standards waren an diesem Tag ein wichtiger Faktor.
Strittige Szenen gab es kaum. „Der Schiedsrichter hat die Partie gut geleitet“, sagte Heiberger und sprach von einer einzigen gelben Karte für die Hausherren; auch seine Elf hätte eine Verwarnung sehen können. Die Rahmenbedingungen stimmten: Für eine Partie der 2. Klasse war die Kulisse ordentlich, und das Spielfeld präsentierte sich – trotz der jüngsten Hochwasserschäden in Böheimkirchen – in hervorragendem Zustand und damit ideal bespielbar.
Inhaltlich nahm Heiberger klare Arbeitsaufträge mit: Der FCU müsse aggressiver in die Zweikämpfe gehen, die Passqualität erhöhen und im Angriff robuster sowie variantenreicher im Abschluss werden. Den Siegtorschützen würdigte er besonders: Lukas Ihrybauer, der jüngste Spieler im Kader, entschied mit seinem Treffer die Partie. Trotz des knappen 1:0 zollte Heiberger dem SV Würth Böheimkirchen großen Respekt für dessen junge, gute Mannschaft: „Hut ab.“