Ein Start wie aus einem Guss und am Ende ein klares 6:0: In der 2. Klasse Traisental ließ ASK Wilhelmsburg gegen SG Purkersdorf/Pressbaum II nichts anbrennen. Die Hausherren entschieden die Partie praktisch in den ersten Minuten und legten nach der Pause noch einmal nach. Trainer Jan Novak brachte es auf den Punkt: "Wir haben in den ersten fünf Minuten drei Tore erzielt, dann war alles klar." Bei sommerlicher Hitze blieb sein Team konsequent, nutzte die Chancen und blieb hinten ohne Gegentreffer.

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Wilhelmsburg erwischte einen Traumstart, der das Spiel schon früh in die gewünschte Richtung lenkte. Nach nur zwei Minuten traf Patrick Schroffenauer zum 1:0, in Minute vier legte er das 2:0 nach. Kaum hatte sich der Gast sortiert, stand es auch schon 3:0: Sebastian Habacher netzte in der fünften Minute ein. Genau das hatte sich Jan Novak vorgenommen: "Wichtig war, so schnell wie möglich das erste Tor zu machen, vielleicht gleich das zweite. Das bringt Ruhe in die Mannschaft." Trotz der klaren Führung blieb der Respekt vor den jungen Purkersdorfern spürbar. "Die laufen 90 Minuten, die geben nie nach. Das ist immer gefährlich", sagte Novak. Bis zur Pause hielten die Gastgeber das Geschehen kontrolliert und nahmen die verdiente 3:0-Führung mit in die Kabine.
Auch im zweiten Durchgang ließ Wilhelmsburg nicht locker. In der 52. Minute machte Schroffenauer seinen Dreierpack perfekt und stellte auf 4:0. Fünf Minuten später erhöhte Jemin Krasniqi auf 5:0, ehe ein unglückliches Eigentor von Stefan Hummer in Minute 74 den 6:0-Endstand fixierte. Dass die Hausherren ihre Angriffe zielstrebig ausspielten, passte zur Marschroute, die Novak beschrieb: "Die Tore waren schnell gemacht, über die Seiten und durch die Mitte. Gute Konter, gut abgespielt – jede Chance in den ersten fünf Minuten genutzt." Wichtig war ihm neben der Offensiv-Effizienz auch die Stabilität: "Heute war wichtig, dass wir kein Gegentor bekommen." Purkersdorf gab nicht auf, rannte weiter an, doch Wilhelmsburg ließ hinten wenig zu und brachte den klaren Sieg trocken nach Hause.
Die Bedingungen waren schweißtreibend, trotzdem blieb das Heimteam über weite Strecken Herr der Lage. "Heute war es extrem warm. Nach zehn Minuten, beim 3:0, war das Tempo ein bisschen draußen", gab Jan Novak offen zu. Umso mehr freute ihn, dass seine Mannschaft nach der Pause wieder anzog und noch drei Treffer nachlegte: "In der zweiten Halbzeit sind wir wieder gut reingekommen." Besonders betonte der Trainer die Arbeit der Woche: "Was wir die ganze Woche trainiert haben und spielen wollten, hat die Mannschaft gut umgesetzt." Ein Extra-Lob gab es für den Unparteiischen: "Wir hatten heute einen sehr guten Schiedsrichter. Er hatte alles im Griff – so etwas Gutes hatten wir lange nicht." Diese Klarheit auf und neben dem Platz rundete den Auftritt passend ab.
Mit dem 6:0 unterstreicht Wilhelmsburg die aktuelle Form und bleibt oben in Schlagdistanz. Laut Tabelle steht die Elf auf Rang drei, Purkersdorf/Pressbaum II hält sich im hinteren Drittel. Trainer Novak denkt dennoch nicht an große Sprüche, sondern an die nächsten Wochen: "Jetzt kommen die Gegner von vorne. Wir haben in den nächsten fünf Runden starke Gegner und sehen, wo wir stehen."
Den eigenen Lauf will er bestätigt wissen: "Wir haben jetzt fünf Runden hintereinander gewonnen – das müssen wir jetzt bestätigen." Die Mischung aus Effizienz vorne, stabiler Abwehr und einem klaren Plan soll dafür die Basis liefern.