In der 2. Klasse Traisental kassierte die SG Purkersdorf/Pressbaum II gegen den SV Neulengbach eine deutliche 0:6-Heimniederlage. Schon zur Pause lag die junge Heimelf mit 0:3 zurück, nach einer Roten Karte wurde es noch schwerer. Trainer Wolfgang Pfaffl sprach von einer verdienten Pleite: „Wir haben heute nicht die Leistung gebracht und die Qualität nicht auf den Platz gebracht.“ Neulengbach zeigte Routine, war in den entscheidenden Szenen klarer – Purkersdorf fand nie richtig ins Spiel.

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Die Gäste erwischten einen Start nach Maß: Nach zwölf Minuten stellte Bernhard Kotynski auf 0:1, und dieser frühe Dämpfer setzte Purkersdorf gleich unter Druck. Purkersdorf suchte nach Stabilität, doch Neulengbach blieb das aktivere Team. In Minute 31 erhöhte Alwin Lackner auf 0:2, noch vor dem Pausenpfiff traf Kilian Matzel in der Nachspielzeit zum 0:3. „Neulengbach hatte das Spiel von Beginn an gut im Griff, wir sind leider nicht gut reingekommen“, fasste Wolfgang Pfaffl zusammen. Er sprach offen an, was fehlte: „Wir waren im Aufbau zu ungenau und nicht konsequent genug.“ Mit dem klaren Pausenrückstand war die Richtung vorgegeben – Purkersdorf lief hinterher und kam in den Zweikämpfen selten rechtzeitig an den Mann.
Nach dem Seitenwechsel blieb es ein schwieriger Nachmittag für die Gastgeber. In Minute 58 sah Dorian Miljatovic Rot – eine Szene, die Pfaffl so einordnete: „Die Schiedsrichterleistung war grundsätzlich in Ordnung, die Rote Karte war ein bisschen hart, aber das muss man zur Kenntnis nehmen.“ Kaum in Unterzahl, schlug Neulengbach erneut zu: Irakli Avaliani stellte in der 60. Minute auf 0:4. Edison Thaqi legte danach doppelt nach, erst in der 69. Minute zum 0:5, dann in Minute 87 zum 0:6-Endstand. Pfaffl wollte die Niederlage aber nicht allein an einer Szene festmachen: „Uns haben heute Spieler gefehlt – wegen Matura, Verletzungen und Sperren. Da hat ein bisschen die Qualität gefehlt und letztlich auch ein bisschen die Einstellung. Das war leider zu wenig.“
Trotz des ernüchternden Ergebnisses nahm Pfaffl auch Positives mit. „Wir haben sehr viele junge Spieler, heute sogar zwei Debütanten. Vier Burschen sind Jahrgang 2009. An denen ist es nicht gelegen, dass wir verloren haben“, betonte der Trainer. Der Gegner brachte an diesem Tag mehr Routine und Entschlossenheit auf den Platz: „Neulengbach war routinierter und in den entscheidenden Situationen zwingender. Uns hat die Erfahrung gefehlt, das konnten wir mit Einsatz nicht kompensieren.“ In der Tabelle steht Purkersdorf/Pressbaum II mit 13 Punkten auf Rang 13, Neulengbach hält bei 40 Zählern auf Position vier. Für Pfaffl geht es nun darum, die einfachen Fehler im Aufbau abzustellen, den jungen Spielern Vertrauen zu geben und als Gruppe enger zusammenzurücken, um in den verbleibenden Runden wieder zu punkten.