Deutlicher Auswärtserfolg in der 2. Klasse Traisental: Der FC Annaberg unterlag dem SV Würth Böheimkirchen mit 0:4. Nach einer starken Annaberger Anfangsphase bog Böheimkirchen das Spiel mit einem Treffer nach einem Tormannfehler und einem Freistoß vor der Pause auf 2:0, legte nach dem Seitenwechsel nach und brachte den Sieg trocken heim. „Die zweite Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft“, sagte Böheimkirchens sportlicher Leiter-Stellvertreter Phillip Walzl – und sprach von einem in Summe gerechten Ergebnis.

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Der Auftakt gehörte den Gastgebern. „Die ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten haben Annaberg gehört“, ordnete Phillip Walzl ein. Seine Elf musste in dieser Phase wachsam sein: „Unser Tormann hat uns da im Spiel gehalten.“ Den ersten Stich setzten dann aber die Gäste – begünstigt von einem groben Lapsus: „Durch einen eigenen Fehler vom Annaberger Tormann sind wir zum 1:0 gekommen.“ In Minute 34 nutzte Valentino Fürnwein das Geschenk und stellte auf 0:1. Böheimkirchen blieb dran und fand noch vor der Pause die passende Antwort auf Annabergs Bemühungen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Patrick Wunderbaldinger per Freistoß aus rund 20 bis 25 Metern ins kurze Eck zum 0:2 (45.). „Das 2:0 kurz vor der Pause war wichtig“, so Walzl. Mit dieser komfortablen Führung im Rücken gingen die Gäste in die Kabinen und hatten das Spiel fortan besser im Griff.
Aus der Pause kam Böheimkirchen reifer und klarer im Plan. „Die zweite Halbzeit waren wir die spielbestimmende Mannschaft und das Ergebnis ist sicher gerechtfertigt“, hielt Walzl fest. In Minute 62 sorgte Jonael Manninger für die Vorentscheidung: „Das 3:0 war ein satter Schuss ins kurze Eck“, beschrieb der sportliche Leiter-Stellvertreter den Abschluss. Annaberg fand offensiv kaum mehr Lösungen, während die Gäste konzentriert blieben und auf ihre Chancen lauerten. Den Schlusspunkt setzte in Minute 80 Maximilian Müllauer, der nach Unstimmigkeiten in der Annaberger Innenverteidigung hellwach war und „mit dem rechten Außenrist in die linke Torseite“ vollendete – 0:4. Walzl führte den klaren Erfolg vor allem auf die Basics zurück: „Wir haben mit unseren Tugenden Fußball gespielt – mit Kampf und Teamleistung ist dieser Sieg zustande gekommen.“ Ein kleines Aber ließ er dennoch stehen: „Im letzten Drittel müssen wir weiter arbeiten, da sind wir noch zu ungefährlich – auch wenn es diesmal eine sehr gute Leistung war.“
Trotz des deutlichen Resultats blieb Walzl fair gegenüber dem Gegner: „Annaberg hat probiert, Fußball zu spielen. Es ist ihnen an dem Tag halt nicht so viel gelungen. Aber prinzipiell ist das eine Mannschaft, die spielen will.“ Auch der Unparteiische bekam anerkennende Worte mit auf den Weg: „Prinzipiell hat der Schiedsrichter gut geleitet, hatte gute Pfiffe – teilweise vielleicht ein bisschen zu kleinlich bei gewissen Freistoßsituationen –, aber im Großen und Ganzen war das eine gute Schiedsrichterleistung.“ Auf die Frage nach dem Unterschied an diesem Nachmittag musste Walzl nicht lange überlegen: „Wir haben unsere Grundtugenden erbracht, und das 1:0 und 2:0 sind zu denkbar guten Zeitpunkten für uns gefallen. Das 3:0 und 4:0 war dann die Draufgabe.“ Sein Fazit fiel entsprechend rund aus: „Mich freut es einfach, dass wir den ersten Sieg im Frühjahr geholt haben. Das ist wichtig für unsere Burschen.“ Für die kommende Woche kündigte er an, die nächsten drei Punkte anpeilen zu wollen – gegen Türnitz.