In der 2. Klasse Traisental gewann der ASK Wilhelmsburg auswärts mit 3:1 beim SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus. Nach dem 1:1 zur Pause brachten ein Doppelpack von Manuel Navratil und ein Treffer von Jemin Krasniqi die Entscheidung. Trainer Jan Novak sprach von einem zähen Spiel auf schwierigem Platz und lobte den Charakter: „Der Wille hat den Unterschied gemacht.“ Für Wilhelmsburg war es laut Novak bereits der sechste Sieg in Serie.

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Die Anfangsphase blieb arm an klaren Chancen, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Jan Novak ordnete das Bild klar ein: „Es war mehr Kampf als Spiel.“ Seine Elf suchte immer wieder die Außenbahnen – genau dort kam in Minute 31 der Durchbruch: Manuel Navratil traf zum 0:1. „In der ersten Halbzeit ist der Gegner sehr tief gestanden. Das hat es uns schwer gemacht. Über die Seite sind ein paar gute Aktionen gekommen, daraus ist das 1:0 gefallen“, erklärte der Wilhelmsburg-Trainer. Kurz vor der Pause dann der Rückschlag: „Hinten passiert uns ein schwerer Fehler, den der Gegner zum 1:1 nutzt.“ Aus Sicht der Hausherren war es Andre Luis Dos Santos Junior, der in der 41. Minute ausglich; mit 1:1 ging es in die Kabinen.
Wilhelmsburg kam wacher aus der Pause und legte sofort nach. In der 47. Minute schlug erneut Manuel Navratil zu – sein zweiter Treffer stellte auf 1:2. „Sofort nach der Pause haben wir das zweite Tor geschossen. Das war ein Wahnsinnstreffer von Manuel Navratil“, sagte Novak über den Moment, der seiner Mannschaft die Kontrolle gab. ASK blieb am Drücker und erhöhte in Minute 56: Jemin Krasniqi traf zum 1:3. Am Resultat änderte sich danach nichts mehr. Die Schlussphase bestritten die Gastgeber in Unterzahl, denn in der 81. Minute sah Pedro Lucas Machado De Azeredo Marins Rot. Wilhelmsburg brachte den Auswärtssieg seriös über die Zeit.
Jan Novak sprach offen über die Rahmenbedingungen und den Matchplan. „Der Platz war schwierig, es war mehr Kampf als Spiel“, fasste er zusammen. Umso wichtiger sei gewesen, über außen Druck zu machen. „Wir müssen noch mehr über die Seiten kommen, mehr Druck machen und hinten stabil stehen. Das ist für die nächsten fünf Runden entscheidend“, so der Trainer. Den Gegner erlebte er vorsichtig: „Sie hatten wenig Spiel nach vorne.“ Zur Leistung des Unparteiischen blieb Novak sachlich: „Zum Schiedsrichter sage ich nichts. Es war ein sehr junger Schiedsrichter; manches kann man anders pfeifen, anderes hat gepasst – insgesamt war es in Ordnung.“
Und zum Unterschied an diesem Tag sagte er klar: „Der Wille hat den Unterschied gemacht. Wir haben jetzt schon sechs Runden in Serie gewonnen – wenn jeder ein bisschen beißt, kommen die Punkte.“ Für den aktuell drittplatzierten ASK ist der Dreier ein weiterer Schritt, um oben dranzubleiben.