Beim 2. Klasse Traisental-Klub SV Altlengbach-Laabental fällt die Saisonbilanz nach Rang sieben insgesamt positiv aus. Trainer Roland Dancs sieht sein Team nach 26 Runden mit 39 Punkten dort, wo es sich vieles hart erarbeitet hat, spricht von ausgeschöpftem Potenzial und blickt zugleich schon nach vorne. Denn nach mehreren Abgängen, noch offenen Gesprächen am Transfermarkt und der Verletzung von Bence Toth wartet auf den Sommer trotzdem genug Arbeit.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Dancs macht im Rückblick keinen Hehl daraus, dass er mit der letzten Saison gut leben kann. „Wir haben in der vergangenen Saison das Maximum aus unserem Kader herausgeholt und sind mit dem siebenten Tabellenplatz sehr zufrieden“, sagt der Trainer. Der Blick auf die Abschlusstabelle stützt diese Einschätzung, denn Altlengbach-Laabental landete nach 26 Spielen mit 39 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Dazu kam ein ordentlicher Endspurt mit zwei Siegen, zwei Remis und nur einer Niederlage aus den letzten fünf Partien. Für Dancs ist das kein Anlass, sich zurückzulehnen, aber sehr wohl eine Bestätigung für die tägliche Arbeit seiner Mannschaft. „Natürlich haben wir immer den Wunsch, weiter oben mitzuspielen, aber grundsätzlich bin ich zufrieden und auch stolz auf die Mannschaft“, betont er. Gerade dieser Ton zieht sich durch seine ganze Saisonanalyse: keine großen Sprüche, kein Hadern, sondern eine nüchterne und zugleich positive Einordnung dessen, was möglich war.
Im Kader hat sich im Sommer bereits einiges getan, und genau dort liegt nun eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten Wochen. Dancs nennt mit Mitar Nikic, den er auf der Sechserposition sieht, mit Jovan Nikic als Spieler für die Zehnerrolle, mit Dominik Grill, der sowohl auf der Sechs als auch als rechter Verteidiger eingesetzt wurde, und mit Ersatztormann Antonio Tomic gleich mehrere Abgänge. Damit verliert Altlengbach-Laabental nicht nur Breite, sondern auch unterschiedliche Profile innerhalb des Kaders. Gleichzeitig will der Trainer noch keine neuen Namen veröffentlichen. „Wir haben noch ein, zwei Spieler in Verhandlung und ich würde gern alles auf einmal bekannt geben“, erklärt Dancs. Solange die Sommerpause läuft und der Trainingsbeginn noch nicht erfolgt ist, will er nichts vorwegnehmen. Klar ist für ihn nur die Richtung: „Wir werden unseren Kader wieder verstärken und neuen Schwung in die Mannschaft bringen.“ Diese Zurückhaltung wirkt nicht ausweichend, sondern bewusst gewählt, weil der Verein personell erst dann nach außen gehen will, wenn alles fix ist.
Veränderungen gibt es nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern auch rundherum. Dancs nutzt die Gelegenheit ausdrücklich, um zwei Wegbegleitern zu danken, die im Sommer aus privaten Gründen aufgehört haben. Seinem bisherigen Co-Trainer spricht er ebenso Anerkennung aus wie Georg Lechner, der sich als Reservetrainer zurückgezogen hat. „Sie haben tolle Arbeit geleistet und viel für den Verein getan“, sagt Dancs und macht damit deutlich, dass diese Abgänge im Vereinsalltag nicht einfach nebenbei abzuhaken sind. Sportlich richtet sich der Blick nun auch auf Bence Toth, der sich wenige Runden vor Saisonende eine Muskelverletzung zugezogen hatte. Laut Dancs bedeutete das eine Pause von vier bis fünf Wochen. Nun hofft man in Altlengbach-Laabental, dass der Spielmacher im Lauf der Vorbereitung langsam wieder einsteigen kann. Der Trainer macht dabei auch klar, wie wichtig Toth für das eigene Spiel ist, wenn er sagt, dass Toth in mehreren Runden gezeigt habe, welchen Wert er für die Mannschaft habe.
Auffällig ist, dass Dancs trotz aller personellen Themen konsequent bei einem Grundgedanken bleibt. Weder in der Einschätzung der Liga noch beim Blick auf seine eigene Mannschaft will er einzelne Teams oder Spieler besonders hervorheben. „Unsere Liga ist extrem ausgeglichen geworden“, sagt er und vermeidet ganz bewusst, einen Konkurrenten gesondert herauszustreichen. Noch klarer wird seine Linie beim Blick nach innen. „Bei uns zählt die Teamarbeit und die Gemeinsamkeit“, betont der Trainer. Genau daran soll auch die kommende Saison anknüpfen. Dancs will die neuen Spieler nicht als Einzelthema behandeln, sondern in eine kompakte Gruppe einbauen, die wieder als Einheit auftritt. Nach einem siebenten Platz, mit dem man im Verein zufrieden ist, steht damit kein großer Umbruch mit lauten Ansagen bevor. Vielmehr soll auf dem aufgebaut werden, was in den vergangenen Monaten funktioniert hat, nur eben mit frischem Personal, einem gesunden Bence Toth und einer Mannschaft, die laut ihrem Trainer auch in Zukunft vor allem über Zusammenhalt kommen soll.