In der 2. Klasse Traisental blickt der SC St.Pölten Union Landhaus nach Rang vier (44 Punkte) mit breiter Brust auf die Sommermonate. Trainer Anto Kovacevic sieht den Schub vor allem in einer gelungenen Umstellung: „Die Systemumstellung hat schnell gegriffen.“ Gleichzeitig ist die Stimmung im Verein hervorragend – auch, weil in den nächsten Wochen der Bau der neuen Sportanlage startet. Im Kader tut sich ebenfalls etwas: erfahrene Zugänge, ein paar Abgänge, dazu die klare Botschaft: „Verletzte und Angeschlagene haben wir nicht.“

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Wenn Anto Kovacevic das Frühjahr zusammenfasst, fällt vor allem ein Wort: Mannschaft. „Die Mannschaftsleistung hat super funktioniert“, betont der Coach und verweist auf den Schritt, der über den Winter gesetzt wurde. „Unsere Systemumstellung im Winter hat schnell gegriffen. Das hat uns selbst positiv überrascht.“ Aus seiner Sicht ist genau das der Grund, warum der Klub im Frühjahr konstant mitmischen konnte. „Die Frühjahrstabelle zeigt, dass wir mit den Besten mithalten können.“ Der vierte Platz mit 44 Zählern untermauert diese Einschätzung. Entscheidend: Es war kein Strohfeuer, sondern ein Trend über Wochen hinweg – getragen von einer klaren Idee, die das Team angenommen hat.
Im Sommer feilt St. Pölten am Feinschliff. Die Liste der Bewegungen beginnt hinten: „Emel Besic ist von Herzogenburg fix verpflichtet worden. Das war unser zweiter Tormann“, erklärt Kovacevic. Außerdem wurde „unser Leihspieler beim SKN fix übernommen“, ein Abgang also ohne große Überraschung. Klar ausgesprochen ist auch der nächste Schritt: „Bastian Rychnovsky wechselt zu Mattersdorf. Er will es eine Liga höher probieren.“ Auf der Habenseite steht ein prominenter Name: „Mit Martin Dobrotka haben wir einen aktiven Ex-Profi geholt. Von ihm erhoffen wir uns viel Erfahrung – unsere Jungen können sich an seiner Seite etwas abschauen und reifen.“ Ergänzt wird das Paket durch „David Weichselbaum von Herzogenburg“ und Kevin Winkler: „Er hat lange Regionalliga gespielt und war zuletzt ein Jahr draußen – da sehen wir viel Potenzial.“ Und die Transferuhr tickt weiter: „Es wird definitiv eine weitere Verpflichtung geben.“ Wichtig fürs Hier und Jetzt: „Verletzte und Angeschlagene haben wir nicht.“
Abseits der Kaderfragen weht in St. Pölten Rückenwind durch den Verein. „Die Stimmung ist wunderbar“, sagt Kovacevic, und nennt einen Grund, der weit über das Tagesgeschäft hinausgeht: „Die Vorfreude auf die neue Sportanlage ist riesengroß. In den nächsten Wochen geht es mit dem Bau los.“ Auch im Umfeld herrscht Stabilität: „Vereinsintern bleibt alles beisammen.“ Sportlich will der Trainer keine Einzelnen herausheben: „Für die komplette Rückrunde gilt: Das war Teamleistung, da gehören alle zusammen.“ Den Maßstab holt er sich aus der eigenen Liga: „Am meisten beeindruckt hat mich Pyhra. Die haben es geschafft, über die komplette Saison die Konstanz zu halten.“ Und auch Mattersdorf hat er am Zettel: „Die haben eine phänomenale Hinrunde gespielt und in der Rückrunde mit Verletzten gekämpft.“ Für St. Pölten heißt das: an der Frühjahrsform anknüpfen, die Erfahrung der Neuen klug einbauen – und mit der positiven Grundstimmung weiter Schritt für Schritt oben dranbleiben.