In der 2. Klasse Traisental hat SV Würth Böheimkirchen beim SV INDAT Türnitz zum Auftakt ein 2:2 geholt, fühlte sich nach dem Spiel aber eher um zwei Punkte gebracht. Trainer Sali Veseli machte vor allem die Chancenverwertung für das Remis verantwortlich. SV Würth Böheimkirchen lag zweimal vorne, hatte laut seinem Coach weitere Möglichkeiten und musste den Ausgleich in der 89. Minute dennoch hinnehmen.

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Der Auftakt verlief aus Sicht von Sali Veseli alles andere als glatt. „Wir hatten einen schwierigen Start“, sagte der Trainer von SV Würth Böheimkirchen, verwies aber gleichzeitig darauf, dass seine Mannschaft trotzdem früh zu einer großen Chance kam. Nach einer Standardsituation wurde ein Ball noch auf der Linie geklärt. In der neunten Minute machte es SV Würth Böheimkirchen dann besser. Nach einem weiten Ball des eigenen Tormanns lösten die schnellen Offensivspieler die Situation gut, Maximilian Müllauer brachte eine schöne Hereingabe und Valentino Fürnwein verwertete zur frühen 1:0-Führung. Für Ruhe sorgte das aber nicht. Veseli ärgerte sich darüber, dass seine Mannschaft danach bei einem eigenen Freistoß den Ball verlor, in einen Konter lief und einen Elfmeter verursachte. „Das darf uns mit der Erfahrung, die wir in der Mannschaft haben, nicht passieren“, sagte er. Marek Frimmel sorgte in der 26. Minute für das 1:1, mit dem es auch in die Pause ging.
Dass SV Würth Böheimkirchen das Spiel danach nicht noch klarer an sich ziehen konnte, erklärte Veseli vor allem mit fehlender Ballsicherheit. „Wir haben leider nicht die Ballsicherheit gehabt, die wir in der Vorbereitung schon gehabt haben“, meinte der Trainer offen. Dazu kam für ihn, dass der kleinere Platz in Türnitz der eigenen Spielweise nicht besonders entgegenkam. „Der Gegner war aggressiv, bissig, körperlich gut, viele kleine Fouls. Auf das waren wir vorbereitet, aber das hat unserem Spielfluss nicht gut getan“, sagte Veseli. Den Gegner erlebte er dabei insgesamt so, wie er ihn erwartet hatte. Im Mittelfeld und in der Offensive sah er bei SV INDAT Türnitz genug Qualität für Tore, gerade mit den dort vorhandenen Spielern. Gleichzeitig wusste SV Würth Böheimkirchen auch, wo es Räume geben könnte, weil dem Gastgeber nach seiner Einschätzung defensiv das Tempo fehlt. Genau dort wollte SV Würth Böheimkirchen ansetzen und kam laut Veseli auch immer wieder zu Möglichkeiten.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie aus Sicht von SV Würth Böheimkirchen offen, obwohl der Trainer auch mit einigen Entscheidungen haderte. Sali Veseli sprach von einer Szene zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der es seiner Meinung nach einen klaren Elfmeter für seine Mannschaft hätte geben müssen. Insgesamt bewertete er die Leistung des Schiedsrichters aber als ordentlich und stellte auch klar, dass der Strafstoß gegen SV Würth Böheimkirchen korrekt war. Sportlich brachte sich SV Würth Böheimkirchen in der 68. Minute wieder in Front, als Maximilian Müllauer das 2:1 erzielte. Genau in dieser Phase sah Veseli den Knackpunkt des Spiels. „Am Ende lag es ganz klar an der Chancenauswertung“, sagte er und verwies auf eine große Möglichkeit nur drei bis vier Minuten nach der Führung, als seine Mannschaft alleine auf das Tor zulief und den dritten Treffer nicht machte. Weil diese Vorentscheidung ausblieb, blieb SV INDAT Türnitz im Spiel und kam in der 89. Minute durch Marek Jastrab noch zum 2:2. Zusätzlich ärgerte sich Veseli über die Entstehung des späten Ausgleichs, weil aus seiner Sicht davor eine fällige zweite Gelbe Karte gegen den Schützen eines zu früh ausgeführten Freistoßes möglich gewesen wäre. Für SV Würth Böheimkirchen steht damit zum Start in die neue Saison ein Punkt, auch wenn aus Sicht des Trainers in diesem Auswärtsspiel deutlich mehr möglich war.