Spielberichte

„Nach dem verschossenen Elfmeter war klar, dass wir das nicht mehr verlieren“ – FCU Frankenfels/Schwarzenbach gewinnt mit 3:1

SC Pyhra
FCU Frankenfels

In der 2. Klasse Traisental hat der SC Schaubach Pyhra am Mittwoch trotz starker Anfangsphase mit 1:3 gegen den FCU Frankenfels/Schwarzenbach verloren. Für Trainer Christian Heiberger war der Auswärtssieg seiner Mannschaft dennoch kein Zufallsprodukt: Ein starker Schlussmann hielt die Gäste früh im Spiel, vor der Pause fielen zwei wichtige Tore, und nach einem verschossenen Elfmeter des Gegners sah Heiberger die Partie endgültig auf die Seite seines Teams kippen.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Pyhra startet besser, Frankenfels schlägt vor der Pause zu

Christian Heiberger erläuterte nach dem Schlusspfiff, wie das Spiel begonnen hatte. „In der Anfangsphase war SC Schaubach Pyhra sicher im Vorteil. Da hätten sie genauso gut 2:0 führen können, aber unser Tormann hat einen super Tag gehabt und diese Chancen pariert“, sagte der Trainer des FCU Frankenfels/Schwarzenbach. Genau diese Phase war aus seiner Sicht wichtig, weil seine Mannschaft sie ohne Gegentor überstand und danach besser in die Partie fand. In der 20. Minute brachte Mathias Berger die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 35. Minute legte Andrej Majstinik das 2:0 nach. Gerade dieses zweite Tor war für Heiberger der entscheidende Schritt in einer ohnehin schon guten ersten Halbzeit. „Das 2:0 war sicher richtungsweisend. Das war über die Seite gespielt, mit einem scharfen pass zur Mitte, wo mein Stürmer den Ball nur mehr über die Linie schieben musste“, schilderte er. Noch vor der Pause wurde es für den SC Schaubach Pyhra zusätzlich schwierig, weil Moritz Bernhard in der 44. Minute die Rote Karte sah.

Überzahl hilft, ganz erledigt ist das Spiel aber erst spät

Mit dem Mann mehr am Feld sah Heiberger seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel „eigentlich gut unterwegs“. Ganz so einfach, wie es das Halbzeitergebnis vielleicht vermuten lässt, machte es der SC Schaubach Pyhra den Gästen aber nicht. Der Trainer sprach davon, dass der Gegner in der Schlussphase noch einmal „richtig aufgekommen“ sei und wirklich alles versucht habe, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Davor hatte FCU Frankenfels/Schwarzenbach aber schon den dritten Treffer nachgelegt: In der 83. Minute stellte Sascha Fahrngruber auf 3:0. Das 1:3 von Nicholas Hagenauer drei Minuten später fiel laut Heiberger noch per Elfmeter, änderte am Gesamtbild für ihn aber nichts mehr. Einen klaren Moment, in dem er das Spiel endgültig auf seiner Seite sah, benannte der Trainer trotzdem ganz konkret: „Nachdem der Gegner den ersten Elfmeter verschossen hat, war klar, dass wir diese Partie nicht mehr verlieren werden.“ 

„Der Kampfgeist über neunzig Minuten“ als größte Stärke

Dass Heiberger den Auswärtssieg als verdient einordnete, hatte für ihn mehrere Gründe. „Der Kampfgeist über neunzig Minuten und auch der volle Fokus auf das Spiel“ seien die größte Stärke seiner Mannschaft gewesen, sagte er. Dazu hob er den eigenen Schlussmann noch einmal ausdrücklich hervor und nannte ihn den „Man of the Match“. Heiberger verteilte nach dem Spiel aber nicht nur Lob an seine eigene Mannschaft, sondern auch an den Gegner. „Der Gegner war sehr, sehr gut. Die ersten zwanzig Minuten kann es genauso gut 2:0 für SC Schaubach Pyhra stehen“, meinte er. Auch nach der Roten Karte habe SC Schaubach Pyhra in der zweiten Halbzeit nicht aufgegeben. „Sie haben wirklich alles versucht“, sagte der Trainer. Dass seine Mannschaft am Ende trotzdem mit drei Punkten nach Hause fuhr, brachte er in einem einfachen Satz auf den Punkt: „In Summe waren wir einfach um die Tore besser.“

Zufrieden, aber bei Standards sieht Heiberger noch Luft nach oben

So zufrieden Heiberger mit dem Auftritt seiner Mannschaft war, ganz ohne Kritik wollte er den Abend nicht abhaken. Verbesserungspotenzial sieht der Trainer vor allem bei Standards und Eckbällen. „Da müssen wir einfach noch besser werden. Da müssen wir noch mehr versuchen, torgefährlicher zu werden“, sagte er. Im offenen Spiel war vieles in Ordnung, bei ruhenden Bällen erwartet er sich aber noch mehr. Insgesamt fiel sein Fazit nach dem 3:1 dennoch positiv aus. „Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Es gibt sicher noch Potenzial nach oben, das ist immer so“, meinte Heiberger. Mit sechs Punkten aus den ersten zwei Spielen steht FCU Frankenfels/Schwarzenbach in der Tabelle sehr ordentlich da. Zunächst sei „einmal Regeneration angesagt“, danach richte sich der Blick schon auf das nächste Heimspiel in zwei Wochen.

2. Klasse Traisental: SC Pyhra : FCU Frankenfels - 1:3 (0:2)

  • 86
    Nicholas Hagenauer 1:3
  • 83
    Sascha Fahrngruber 0:3
  • 35
    Andrej Majstinik 0:2
  • 20
    Mathias Berger 0:1