In der 2. Klasse Traisental hat sich SG Annaberg/Lilienfeld II am Samstag lange gewehrt, musste sich am Ende aber SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Anto Kovacevic sah nach einer aktiveren Anfangsphase der Gastgeber den Umschwung klar bei seiner Mannschaft. „Ab der 20. Minute haben wir definitiv das Kommando übernommen“, sagte er nach dem Auswärtssieg.

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Kovacevic tat sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff zwar schwer, die 90 Minuten „in wenigen Worten“ zu erklären, beim Verlauf war er aber eindeutig. „Die ersten 20 Minuten war Annaberg aktiver und ein Ticken gefährlicher. Ab der 20. Minute haben wir definitiv das Kommando übernommen“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft fand danach besser in die Partie, verteidigte laut Kovacevic sehr gut und kam auch offensiv zu ihren Möglichkeiten. Dass die Gäste mit einer Führung in die Pause gingen, passte genau zu dieser Entwicklung. In der 36. Minute brachte Jakub Kristof den SC mit dem 0:1 auf Kurs. Für St. Pölten war das die Belohnung für eine Phase, in der das Team mehr vom Spiel hatte und Annaberg zunehmend vom eigenen Tor weghielt.
Nach dem Seitenwechsel blieb St. Pölten am Drücker und legte in der 67. Minute nach. Murat Kartal erhöhte auf 0:2, ein Treffer, den Kovacevic besonders hervorhob. Für den Trainer war dieses Tor überhaupt der Moment, der vieles leichter machte. „Das 2:0 hat uns das Spiel definitiv erleichtert“, sagte er. Ganz durch war die Partie damit aber noch nicht. Rund um die 75. Minute hielt der Tormann der Gäste beim Stand von 0:2 stark, und genau da hatte Kovacevic das Gefühl: „Heute werden wir uns das Spiel nicht mehr nehmen lassen.“ Als Armin Kamenjasevic in der 79. Minute für Annaberg auf 1:2 verkürzte, kam aber noch einmal Hoffnung bei den Gastgebern auf.
Gerade diese Phase nach dem Anschluss ließ lden Trainer trotz des Sieges nicht ganz zufrieden zurück. Kovacevic meinte offen, seine Mannschaft hätte die Partie rund um das 1:2 eigentlich früher zumachen müssen. „Wir hätten vor dem 1:2 beziehungsweise direkt danach das Spiel entscheiden können und müssen“, sagte er. So blieb es bis in die Nachspielzeit hinein offen, ehe Khazbulat Murtazaliev in der 94. Minute den Deckel draufmachte. Auch diesen dritten Treffer sah Kovacevic als bezeichnend für den Auftritt seiner Elf an. „Wir sind vorne super draufgegangen, haben schon beim Innenverteidiger den Ball erobert und dem Tormann dann keine Chance gelassen“, sagte er. Erst mit diesem 1:3 war die Partie endgültig entschieden, nachdem St. Pölten es davor selbst noch einmal spannend gemacht hatte.
Warum die Punkte am Ende trotzdem verdient an die Gäste gingen, erklärte Kovacevic mit mehreren Dingen, die ihm an seiner Mannschaft besonders gefielen. „Wir waren sehr diszipliniert und haben taktisch alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte er. Dazu kamen für ihn Einsatz und Laufbereitschaft, denn „ich habe in keinem Moment gespürt, dass meine Mannschaft nicht mehr kann oder nicht will“. Als dritter Punkt kam die Kaderbreite dazu, weil von der Bank noch einmal Qualität nachkam. Den Gegner stufte der Trainer dennoch als „sehr guten Gegner“ mit vielen starken Einzelspielern ein, auch wenn Annaberg aus seiner Sicht noch Zeit braucht, um als Team zusammenzufinden. Ganz ohne Auftrag für die nächsten Wochen fuhr der SC trotzdem nicht heim: „Die Richtung stimmt. Jetzt heißt es weiterarbeiten, dranbleiben und nächste Woche wieder alles auf den Platz bringen.“ Mit dem 3:1-Auswärtssieg hält St. Pölten nach Runde fünf bei zehn Punkten.