In der 2. Klasse Traisental hat SV INDAT Türnitz gegen ASK Wilhelmsburg mit 0:7 verloren, doch für Sportlichen Leiter Kevin Bachler lag der Schlüssel nicht nur im klaren Ergebnis. Aus seiner Sicht war vor allem der Auftritt seiner Mannschaft entscheidend: Wilhelmsburg war vom Anpfiff weg präsenter, war in den Zweikämpfen da und zeigte genau jene Reaktion, die Bachler nach der Vorwoche sehen wollte.

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Wilhelmsburg brachte sich schon in der ersten Hälfte in eine klare Ausgangsposition, auch wenn Bachler betonte, dass der Spielverlauf zunächst ebenso gut in eine andere Richtung hätte kippen können. „Das Spielglück war heute auf unserer Seite“, sagte er. Vor dem 0:1 als auch vorm 0:2 hatte Türnitz sehr gute Chancen auf ein Tor. Patrick Schroffenauer traff in der 18. Minute zum 0:1, und nur vier Minuten später legte Peter Tiffi das 0:2 nach. Gerade diese Phase war für Bachler wichtig, weil die Gäste nicht nur in Führung gingen, sondern den Vorsprung auch mit in die Pause nahmen. „Ganz wichtig war natürlich, dass wir die Null bis zur Halbzeit halten konnten“, sagte er. Als Alesandro Prochaska dann in der 41. Minute auf 0:3 stellte, war das aus seiner Sicht schon ein ganz wesentlicher Treffer. „Das 3:0 vor der Halbzeit war sicher ein entscheidendes Tor“, hielt Bachler fest.
Was sich vor dem Seitenwechsel schon angedeutet hatte, wurde nach der Pause endgültig deutlich. Auch das 0:2 nannte Bachler einen wichtigen Moment. Statt eines engeren Spielstands zog Wilhelmsburg auf 0:2 und später 0:3 davon, das gab den Gästen sichtbar Rückenwind. Nach Wiederbeginn machte Peter Tiffi mit seinen Treffern in der 55. und 58. Minute innerhalb weniger Minuten alles klar und schnürte damit seinen Dreierpack. Aus dem 0:3 zur Pause war rasch ein 0:5 geworden, und damit war die Begegnung entschieden. Patrick Schroffenauer erhöhte in der 67. Minute auf 0:6 und setzte in der 87. Minute auch noch den Schlusspunkt zum 0:7. Dass mit Tiffi und Schroffenauer gleich zwei Wilhelmsburger je dreimal trafen, passte zu einem Nachmittag, an dem die Gäste vor dem Tor sehr konsequent waren. Nicht nur offensiv konnte unsere Mannschaft heute überzeugen – auch die Defensive rund um unseren Tormann Fabio Luca Prochaska zeigte eine richtig starke Leistung. Von der ersten bis zur letzten Minute wurde konzentriert und konsequent verteidigt, Zweikämpfe wurden angenommen und gemeinsam wurde dafür gesorgt, dass hinten nichts anbrennt, so Bachler. Diese geschlossene Defensivleistung wurde am Ende mit einem verdienten Sieg und einer weißen Weste belohnt. Besonders erfreulich: Die gesamte Mannschaft arbeitete auch gegen den Ball hervorragend zusammen und machte es dem Gegner über die gesamte Spielzeit schwer, gefährliche Chancen zu kreieren.
Für Bachler lag die Erklärung für den deutlichen Auswärtssieg aber nicht in einzelnen Toren allein, sondern vor allem in der gesamten Haltung seiner Mannschaft. „Die Mannschaft ist zu hundert Prozent anders aufgetreten als vorige Woche“, sagte er gleich zu Beginn und machte damit klar, was ihm an diesem Auftritt besonders gefallen hatte. „Von Anfang an hat man gesehen, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten.“ Dazu kam aus seiner Sicht genau das, was in solchen Partien oft die Grundlage ist. „Sie waren in den Zweikämpfen präsent, und das war heute der große Unterschied“, sagte Bachler. Später formulierte er es noch grundsätzlicher: „Heute haben sie die Grundtugenden Einsatzbereitschaft, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft top gemacht.“ Genau diese Punkte stellte er in den Mittelpunkt, weil Wilhelmsburg damit nicht erst nach dem 1:0 ins Spiel fand, sondern über weite Strecken die bessere Basis hatte.
Trotz des klaren 0:7 verteilte Bachler nach dem Schlusspfiff auch Anerkennung an die Gastgeber. „Der Gegner hat trotz des hohen Ergebnisses ein Lob verdient“, sagte er und betonte, dass Türnitz „mit fairen Mitteln“ gespielt habe. Vor allem hob er hervor, dass sich die Heimelf nicht nur zurückgezogen habe, sondern selbst versucht habe, Fußball zu spielen. Umso stärker rückte für ihn die eigene Reaktion in den Vordergrund. „Die Mannschaft hat auf die schlechte Leistung definitiv eine super Reaktion gezeigt“, sagte Bachler. Für Wilhelmsburg ist dieser klare Auswärtssieg damit mehr als nur ein deutliches Ergebnis: Es war genau jener Auftritt, den sich der sportliche Leiter nach der Vorwoche erhofft hatte. Laut Tabelle bleibt der ASK nach acht Runden auf Rang vier der Liga.