In der 2. Klasse Traisental hat SC Schaubach Pyhra gegen SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg gedreht. Trainer Peter Obritzberger sprach danach von einem „Mentalitätsspiel“, das seine Mannschaft nach einer schwierigen ersten Hälfte mit viel Willen, Laufbereitschaft und einem klaren Umschwung nach dem Anschlusstreffer noch auf ihre Seite zog. Für den Pyhra-Coach war es zudem ein Spitzenspiel auf hohem Niveau.

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Pyhra war nach Obritzbergers Eindruck zwar von Beginn an gut in der Partie, die erste Hälfte verlief aber lange auf Augenhöhe. „Wir haben uns mehr oder weniger neutralisiert“, sagte der Trainer und machte gleichzeitig klar, dass seine Mannschaft einen starken Gegner vor sich hatte. Die Gäste seien technisch „sehr, sehr stark“ und sehr routiniert aufgetreten. Kurz vor der Pause kippte das Spiel dann dennoch deutlich in Richtung von St. Pölten Union Landhaus. In Minute 40 brachte Mehmet Aydogan die Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte ein Eigentor von Matthias Hagenauer auf 2:0. Obritzberger nannte diesen Zwischenstand zur Pause „gar nicht unverdient“, auch wenn er sein Team bis dahin nicht grundsätzlich schwach gesehen hatte.
Nach dem Seitenwechsel wartete Pyhra genau auf jenen Moment, der das Spiel wieder öffnen konnte. Dieser Moment kam in der 58. Minute, als Robert Vanis auf 1:2 verkürzte. Für Obritzberger war dieses Tor weit mehr als nur der Anschluss. „Mit dem Anschlusstreffer habe nicht nur ich an die Mannschaft geglaubt, sondern das ganze Stadion“, sagte er. Von da an habe man gespürt, dass an diesem Abend noch etwas möglich sei. Der Pyhra-Coach sprach sogar von einem „Spiel auf einer schiefen Ebene“, weil seine Elf nun mit Einsatz, Willen, Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft am Drücker blieb. Das 2:2 in Minute 76 durch Jaroslav Hrdina passte genau in diese Phase. Obritzberger bezeichnete den Treffer als „Traumeinzelaktion“ von der linken Seite, bei der sich Hrdina durchsetzte und den Ball im rechten Kreuzeck versenkte.
Mit dem Ausgleich war für Pyhra noch lange nicht genug. Obritzberger sah in den letzten Minuten genau jene Haltung, die er von seiner Mannschaft Woche für Woche sehen möchte. „Der Wille war es heute“, sagte der Trainer und machte damit den entscheidenden Punkt des Abends aus. Umso höher bewertete er die Reaktion seiner Mannschaft. Statt sich mit dem 2:2 zufriedenzugeben, blieb Pyhra mutig und suchte weiter den Weg nach vorne. In Minute 87 fiel dann tatsächlich noch das 3:2 durch Patrik Bachtrögler. „Dieses Siegestor noch zu erzielen, ist für mich wunderbar und zeigt die Mentalität meiner Truppe“, sagte Obritzberger nach dem Schlusspfiff.
Der Pyhra-Coach ordnete den Sieg trotz aller Freude sehr klar ein. Er sprach von einem Spitzenspiel auf „Höchstniveau“ für diese Liga und nannte den Gegner „bärenstark“, technisch hervorragend vorbereitet und sehr abgebrüht. „Ab der 57. oder 60. Minute konnten sie gegen unseren Willen, gegen unsere Kraft und gegen unseren Einsatz nicht mehr wirklich etwas dagegensetzen“, meinte Obritzberger, schob aber auch nach, dass die Partie „ohne Weiteres auch in eine andere Richtung kippen“ hätte können. Verbesserungsbedarf sah er trotz des 3:2 nur in Details. „In der Defensive haben wir zwei individuelle Fehler gemacht“, sagte er, nannte das aber zugleich „Nörgeln auf sehr hohem Niveau“. Wichtiger war ihm, dass Pyhra mit diesem Sieg wieder näher an die Spitze heranrückt. „Wir wollten unbedingt wieder oben andocken“, erklärte der Trainer. Mit 13 Punkten bleibt Pyhra in Schlagdistanz, und Obritzberger ist überzeugt, dass seine Mannschaft körperlich in einem Topzustand ist. Zum Abschluss gratulierte er auch den Gästen und bezeichnete St. Pölten Union Landhaus trotz der Niederlage als „tollen Verein“, der auch weiter an der Spitze mitmischen wird.