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„Wir hätten den Sack zumachen müssen“ – Neulengbach gibt 2:0 noch aus der Hand

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FCU Frankenfels
SV Neulengbach

In der 2. Klasse Traisental hat FCU Frankenfels/Schwarzenbach gegen SV Neulengbach 1923 nach 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2 geholt. Aus Sicht der Gäste lag der Knackpunkt klar vor der Pause: Neulengbach startete stark, spielte sich eine verdiente Führung heraus und hätte laut dem Sportlichen Leiter Nikola Nikic schon früh das dritte Tor nachlegen müssen. Weil das ausblieb, kam Frankenfels nach dem Seitenwechsel zurück.

Tormann beim Abstoß

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Starker Beginn trotz vieler Ausfälle

Neulengbach war nach den Worten von Nikola Nikic mit einem klaren Plan nach Frankenfels gefahren. „Es war ein Spiel, das wir erwartet haben. Extrem schwer“, sagte der Sportliche Leiter, der zugleich auf acht Ausfälle verwies. Gerade deshalb fiel sein Lob für den Auftritt vor der Pause deutlich aus. Die Gäste wollten trotz der personellen Probleme etwas mitnehmen, und genau so traten sie auch auf. Schon in den ersten Minuten sah Nikic die erste große Chance über Edison Thaqi, ehe in der 24. Minute Meriton Thaqi das 0:1 erzielte. Über diesen Treffer sprach Nikic fast begeistert: „Das war sensationell rausgespielt. Über drei, vier Ballstafetten, dann ein Lupfer über die Abwehr. Meriton nimmt den Ball mit der Brust mit und schließt unter die Latte ab.“ Nur vier Minuten später erhöhte Irakli Avaliani auf 0:2. Auch dieses Tor stellte für Nikic die starke erste Hälfte seiner Mannschaft gut dar, weil Neulengbach im Kurzpassspiel und mit Läufen in die Tiefe immer wieder Lösungen fand.

Das fehlende 3:0 rächt sich nach der Pause

Genau an diesem Punkt setzte Nikic nach dem Schlusspfiff immer wieder an. „Wir hätten erste Halbzeit den Sack zumachen müssen“, sagte er, und diese Aussage zog sich durch seine gesamte Analyse. Aus seiner Sicht hätte Neulengbach nicht nur mit 2:0, sondern auch mit 3:0 oder 4:0 in Führung liegen können. Er verwies auf weitere Möglichkeiten und auch auf einen nach einem Standard erzielten Treffer, der nicht zählte. So blieb es zur Pause beim 0:2, obwohl die Gäste nach seinem Empfinden klar überlegen waren. Kurz nach Wiederbeginn kam Frankenfels aber zurück: Andrej Majstinik verkürzte in der 49. Minute per Elfmeter auf 1:2. „Den kann man geben“, meinte Nikic, sprach aber zugleich von einer unnötigen Szene. Mit dem 2:2 durch Martin Hrosovsky in der 62. Minute war die Partie wieder völlig offen. Nikic sagte selbst: „Am Ende können wir es gewinnen, aber wir können es auch verlieren.“ Damit beschrieb er die Schlussphase passend, denn beide Mannschaften hatten danach ihre Möglichkeiten.

Lob für die Mannschaft, Punkt wird mitgenommen

Trotz des verspielten Zwei-Tore-Vorsprungs überwog bei Neulengbach am Ende kein reines Ärgernis, sondern eine nüchterne Einordnung. Nikic hob mehrfach hervor, wie geschlossen seine Mannschaft trotz der Ausfälle aufgetreten sei. „Man hat nicht gemerkt, dass fast die Hälfte der Mannschaft nicht verfügbar war. Die Jungs, die reingekommen sind, haben sich genauso reingehaut wie die Startelf“, sagte er. Vor allem die erste Halbzeit bewertete er als „super Spiel“ und sprach sogar von „sehr hohem Niveau“, weil Frankenfels beim Anlaufen und im eigenen Aufbau große Probleme bekommen habe. Kritischer wurde er nur mit Blick auf die zweite Hälfte und auf die fehlende Konsequenz vor dem Tor. „Das dritte Tor hat uns gefehlt“, sagte Nikic noch einmal klar. Unterm Strich nahm er den Zähler aber anstandslos mit: „Wir nehmen den Punkt gerne mit und schauen nach vorne.“ In der Tabelle bleibt Neulengbach damit an der Spitze, und vor dem nächsten Heimspiel richtete Nikic noch einen Wunsch an das Umfeld: „Wir wünschen uns wieder ein volles Haus.“

2. Klasse Traisental: FCU Frankenfels : Neulengbach - 2:2 (0:2)

  • 62
    Martin Hrosovsky 2:2
  • 49
    Andrej Majstinik 1:2
  • 28
    Irakli Avaliani 0:2
  • 24
    Meriton Thaqi 0:1