In der 2. Klasse Triestingtal blickt Andreas Hofer, Obmann von SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II, auf eine bewegte Hinrunde zurück. Sein Team beendete die Herbstsaison nach 13 Runden auf Platz 11 mit zwölf Punkten. Nach einem schwierigen Abschluss mit fünf Niederlagen in Serie – unter anderem gegen SC Günselsdorf, FCM Traiskirchen KM II, ATSV Teesdorf, SC Pfaffstätten und SC Felixdorf – zieht Hofer im Gespräch eine ehrliche Bilanz. Dabei spricht er über den sportlichen Umbruch, neue Schlüsselspieler, Verletzungen und den wiedergewonnenen Teamgeist innerhalb der Mannschaft.

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Für den Verein war es ein Jahr der Veränderungen. „Wir haben im Sommer einen Umbruch im Vorstand gehabt, ich bin auch erst seit Juli Obmann und Co-Trainer“, erklärt Hofer. Gleichzeitig brachte die neue Struktur frischen Antrieb auf den Platz. Besonders positiv hebt er hervor, dass „die spielerische Freude und der Zusammenhalt wesentlich besser geworden sind“. Nach schwierigen Vorjahren habe sich die Truppe im Herbst insgesamt verbessert und wieder eine gemeinsame Linie gefunden – trotz des sportlich durchwachsenen Tabellenstands.
Ein entscheidender Baustein im neuen Gefüge war die klare Struktur im Trainerteam. Hofer berichtet: „Mario Steinbacher hat im Mai die KM übernommen, hat ab Sommer die Vorbereitung gemacht. Wir arbeiten eng zusammen.“ Unterstützt wird das Team von einem kleinen, eingespielten Betreuerstab, der viele Spieler bereits aus der Jugend kennt und auf langfristige Entwicklung setzt. „Es funktioniert sehr gut, der Trainer und alle im Betreuerstab wissen, worauf es in der 2. Klasse ankommt“, betont Hofer.
Auch auf dem Spielfeld gab es Bewegung: „Ein paar Spieler haben uns verlassen, aber wichtige sind dazugekommen“, sagt Hofer. Besonders erwähnt er Kelvin Yeboah als „extremen Schlüsselspieler, der spielerisch und mental sehr wichtig für die Mannschaft“ sei. Nach langer Verletzungspause kehrte Abdiwahid Abdi zum Vorbereitungsstart zurück. „Er war fast die ganze Hinrunde verletzt, jetzt ist er wieder im Training“, berichtet der Obmann. Spannend sei zudem die Entwicklung des jungen Torhüters Alexander Gram, der mit nur siebzehn Jahren zum Kapitän wurde und „schon Verantwortung übernimmt“. Auch Spieler wie Walid Omar gelten im Zentrum als Leistungsträger. „Es wächst heran, die Mannschaft zieht an einem Strang“, beschreibt Hofer das wachsende Selbstbewusstsein im Kader.
Dennoch blieb die Saison nicht ohne Rückschläge. Hofer spricht offen über disziplinäre Probleme: „Wir haben sehr viele rote Karten bekommen, viele Sperren. Das hat geschadet, weil man kaum zweimal in gleicher Besetzung spielen konnte.“ Diese Instabilität erschwerte Konstanz und Punkteausbeute, war aber gleichzeitig Teil eines Lernprozesses, der im Frühjahr Früchte tragen soll.
In der Analyse des Ligageschehens zeigt sich Hofer beeindruckt von FCM Traiskirchen KM II: „Eine junge, agile, aggressive Mannschaft, spielerisch sehr stark – das war nicht schön zu spielen“, erinnert er sich an die klare Niederlage. Weiters nannte er Alland als starke Mannschaft. Alland habe, so Hofer, „eine gewisse Reife und Routine“, könne auch in Unterzahl Spiele drehen und „weiß genau, dass sie jederzeit ein Tor schießen können“.
Solche Vergleiche dienen seiner eigenen Mannschaft als Maßstab. Trotz der Schwierigkeiten sieht er die Entwicklung positiv: Die zweite Klasse Triestingtal sei ausgeglichen, mit spielstarken Teams wie Pfaffstätten, Felixdorf oder Bad Vöslau/Kottingbrunn II. Für SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II gilt es nun, die Stabilität zu festigen, die guten Ansätze zu bestätigen und den Zusammenhalt weiter zu stärken – damit die Freude am Spiel, die im Herbst spürbar zurückkam, auch in Punkten sichtbar wird.