Nach einem intensiven Duell zwischen der SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II und dem ASK Blumau in der 2. Klasse Triestingtal ordnete Trainer Mario Steinbacher die Lage nüchtern ein: Die Leistung habe gepasst, die Effizienz vor dem Tor nicht. Seine Mannschaft habe sich viele Chancen herausgespielt und über längere Sequenzen Kontrolle im Ballbesitz gehabt, im letzten Drittel sei es jedoch am Abschluss gescheitert. Für die kommende Trainingswoche kündigte er gezieltes Arbeiten am Abschluss an und blickt trotz der Niederlage zuversichtlich nach vorne.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Weissenbach begann engagiert, doch die Gäste setzten die ersten Nadelstiche. Nach einem ruhenden Ball fiel das 0:1: Daniel Stanojevic traf in der 11. Minute per Freistoß und gab der Partie die erste klare Richtung. In der 24. Minute erhöhte Gurur Veltan auf 0:2 – ein Doppelschlag, der die Statik der Begegnung prägte und den Gastgeber vor eine mentale Prüfung stellte. Bis zur Pause blieb es beim 0:2. Steinbacher betonte, sein Team habe im Ballbesitz über weite Strecken Lösungen gefunden und sich durch Kombinationen ins letzte Drittel gearbeitet. Aus seiner Sicht wäre ein Unentschieden eine faire Bilanz gewesen, weil Weissenbach genügend klare Situationen kreierte, um das Spiel in eine andere Bahn zu lenken. Gerade in offenen Phasen fehlte jedoch die letzte Konsequenz – jenes Quäntchen Präzision, das in engen Partien den Ausschlag gibt.
Der Unterschied lag im Strafraum. Besonders nach der Pause drängte Weissenbach auf den Anschluss, doch es blieb beim Ärger über verpasste Gelegenheiten. „Nach einem Lattenschuss hatten wir noch einen Abschluss aus zwei, drei Metern vorm Tor, der drüberging. Auch in der ersten Halbzeit fehlte nach guten Angriffen über die Flügel die letzte Konsequenz, dazu kam etwas Pech“, erklärte Steinbacher. Nach einer Ecke bot sich zudem eine Großchance per Kopf – Mario Klumaier setzte den Ball knapp vorbei. Das Muster des Tages verdichtete sich: Die Wege nach vorne funktionierten, doch im letzten Kontakt fehlten Ruhe, Timing und Genauigkeit. Weissenbach blieb strukturiert, nutzte die Flügel konsequent, kam wiederholt in den Strafraum – nur der Ball wollte nicht über die Linie.
Die Rahmenbedingungen erschwerten den Rhythmus, ohne als Ausrede zu dienen. Starker Wind und nach den Regenwochen fordernde Platzverhältnisse machten es beiden Teams nicht leicht, die Atmosphäre war dennoch angenehm und es fanden sich einige Zuschauer ein. Inhaltlich ergibt sich für Weissenbach ein klarer Wochenplan: Spielsituationen nachstellen, den Abschluss schärfen – vor allem in der Box. Die Zuversicht ist vorhanden; die Basis im Kollektiv stimmt. Aus den brenzligen Momenten will das Team Lehren ziehen – mit Fokus auf das direkt Beeinflussbare: Timing, erster Kontakt, Abschlussqualität.
Unterm Strich stand für Blumau ein effizienter Auswärtssieg, getragen von der Standardsituation zum 0:1 durch Daniel Stanojevic und dem frühen zweiten Treffer von Gurur Veltan; Weissenbach fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.