Zwischen dem 1. SC Sollenau und der SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II entwickelte sich ein Abend voller Tempo, Technik und wechselnder Dominanz – so das Resümee von Christopher Zwischitz. Der Sollenau-Trainer spricht von klarer Entwicklung, hoher Intensität bis in die Schlussphase und großem Respekt vor dem Gegner. Die Eindrücke des Duells und die Nuancen im Auftritt stehen im Vordergrund – eingebettet in den Rahmen der 2. Klasse Triestingtal.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Zwischitz zeichnet das Bild eines Spiels mit offenem Visier und sauberem Aufbau beider Seiten. „Es war ein sehr schnelles Spiel, beide Mannschaften spielten sich technisch gut nach vorne und erspielten viele Chancen. Ich muss beiden Teams ein Kompliment machen – für die Platzverhältnisse war das technisch sehr stark. Der Gegner hatte ein superschnelles Aufbauspiel, wir haben gut dagegengehalten. In der ersten Halbzeit lagen die Spielanteile eher bei Sollenau, ab der sechzigsten Minute war es dann klar die Nummer der Gäste. Insgesamt ein ansehnliches Spiel, zu dem man beiden Mannschaften gratulieren kann.“ Zur Verteilung der Kontrolle präzisiert er: „Vor der Pause hatten wir mehr Ballbesitz, danach Weissenbach/Klausen – unterm Strich war es ausgeglichen.“
Die Chronologie passte zu diesem Bild: Kurz vor dem Pausenpfiff ging Sollenau in Führung – zunächst stellte Jailson Alves in der 45. Minute auf 1:0, noch in derselben Minute legte Patrick Schmidt eiskalt zum 2:0 nach. Nach dem Seitenwechsel arbeitete sich die SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II beharrlich in die Partie, erhielt mehr Zugriff und belohnte sich: In der 76. Minute verkürzten die Gäste auf 2:1 durch Kaan Karakas, ehe Hojad Ibrahimi in der 98. Minute den 2:2-Endstand herstellte. In Zwischitz’ Lesart spiegelte sich das auch jenseits der Tore: „Bis zur sechzigsten, siebzigsten Minute war es auf Augenhöhe. Dann ist meine Mannschaft etwas eingebrochen – es war ein sehr intensives Spiel. Weissenbach/Klausen ist über neunzig Minuten ein hohes Tempo gegangen, hatte immer wieder gute Ideen über die Seiten und klug in die Tiefe gespielt – davor ziehe ich den Hut.“ Auch die Chancenbilanz fügt sich ein: In den ersten 45 Minuten sah Zwischitz Vorteile für Sollenau, betonte aber, dass die beste Gelegenheit vor der Pause bei den Gästen lag; nach dem Wechsel kippte das Chancenplus zunehmend zum Auswärtsteam.
Inhaltlich ist der Auftritt für Zwischitz vor allem ein Entwicklungssignal – mit klarer Linie und bis in die Schlussphase diszipliniert umgesetzt. „Im Vergleich zur Vorwoche gegen Blumau war das defensiv bis zur siebzigsten Minute sehr konsequent. Gegen Ende ging uns etwas die Kraft aus, weil es ein intensives, kampfbetontes Spiel war. Insgesamt bin ich sehr zufrieden: Die Mannschaft hat unsere Philosophie angenommen und besser umgesetzt.“ Persönlich streicht er einen Antreiber heraus: „Für den 1. SC Sollenau hat Vahid Dautovic eine richtig gute Partie gespielt – permanentes Coaching, stark im Zweikampf, sauberer Aufbau von hinten.“ Für die kommenden Tage kündigt der Trainer Feinschliff ohne Hektik an: „Wir arbeiten in Ruhe weiter an unserer Spielidee. Nächste Woche sind wir spielfrei, analysieren und schauen, was wir taktisch noch nachschärfen können. Grundsätzlich wird sich an unserem Stil wenig ändern – der Weg stimmt, aber es gibt noch viel Luft nach oben.“