Nach dem Duell in der 2. Klasse Triestingtal zwischen SC Alland und FCM Traiskirchen KM II trat Trainer Ayoub Boutarbouch gelassen und zugleich stolz auf. Er sprach von einer reifen Leistung seiner jungen Mannschaft, hob Disziplin, Flexibilität und Mut in den Zweikämpfen hervor und betonte den gewachsenen Teamgeist. Statt über Zahlen zu reden, rückte er Einstellung und Lernkurve in den Mittelpunkt – mit klaren Worten zur Spielkontrolle, zum Plan für Hälfte zwei und zur Mentalität seiner Spieler. „Ich bin sehr stolz auf alle – sie machen das richtig und sie helfen mir“, fasste Boutarbouch zusammen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Startphase war noch hektisch: In den ersten zehn Minuten sei sein Team „nicht richtig drin“ gewesen, die Jüngeren „etwas gestresst und hektisch“. Danach fand Traiskirchen in die Spur. „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz, nach der Pause dann eher der Gegner“, erklärte der Coach und verwies auf den bewusst gewählten Ansatz: Alland suchte häufig den langen Ball – Traiskirchen lauerte auf zweite Bälle und schaltete schnell um. Nach dem 0:0 zur Pause fiel der Dosenöffner in der 55. Minute: Harald Hauser traf zum 1:0 und setzte damit exakt das um, was der Trainer eingefordert hatte. Boutarbouchs Würdigung für seinen Innenverteidiger fiel eindeutig aus: „Er war heute sehr stark, hat uns enorm geholfen – und er hat das erste Tor gemacht.“ Die Führung passte zum Matchplan, der in Hälfte zwei ausdrücklich auf Effizienz statt Ballbesitz setzte.
Im Mittelpunkt von Boutarbouchs Analyse stehen die jungen Spieler, deren Entwicklungsschritte er hervorhob. Das körperliche Duellieren nimmt er als Gradmesser für Reife und Mentalität wahr: „Das ist brutal – ein 15-Jähriger gegen 36- oder 24-Jährige.“ Gleichzeitig lobte er, wie selbstverständlich der Nachwuchs Verantwortung übernimmt: „Sie haben keine Angst, sie haben Qualität und die Mentalität – die Zweikämpfe, das kommt alles zusammen.“ Die Entscheidung fiel in der 95. Minute: Mateusz Urbaniak krönte einen energischen Vorstoß vom eigenen bis in den gegnerischen Strafraum mit dem 2:0. „Er ist durchmarschiert und hat als Innenverteidiger das zweite Tor gemacht“, beschrieb der Coach die Szene plastisch. Neben den beiden Innenverteidigern hob Boutarbouch weitere Leistungsträger hervor; gemeinsam hätten sie die Mannschaft getragen und den Aufwand in zählbaren Ertrag verwandelt.
Besonders zufrieden stellte den Trainer die klare Umsetzung des Plans – unabhängig davon, ob seine Elf führt oder einem Rückstand hinterherläuft: „Wir spielen konsequent nach unseren Stärken. Meine Spieler wissen, was zu tun ist – ob wir eins hinten liegen oder eins vorne sind.“ Das Selbstverständnis ist entsprechend gewachsen: „Ich bin zufrieden mit den Jungen. Sie machen es sehr gut.“ Und mehr noch: „Wir sind ein Team. Wir sind ein Team.“ Auch zum Stil der Partie fand Boutarbouch einen nüchternen Rahmen: „Jede Mannschaft will gewinnen, jede will drei Punkte – egal wie und wo.“ Seine Gruppe aber habe zuletzt große Schritte gemacht: „Wir setzen es momentan eins zu eins um.“ Für Stillstand sieht er keinen Platz: „Fußball hat kein Ende. Niemand kann sagen: ‚Wir sind bereit.‘“ Deshalb richtet sich der Blick schnell wieder nach vorne: „Am Montag arbeiten wir schon am nächsten Gegner.“ Aus Boutarbouchs Worten spricht ein Kollektiv, das sich selbst anschiebt und trägt – und genau das, so der Trainer, „freut mich sehr“.