Nach dem Duell zwischen SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II und SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II in der 2. Klasse Triestingtal ordnete Trainer Mario Steinbacher die Partie ruhig und präzise ein. Er sprach von wechselnden Phasen der Kontrolle, vom Ringen um Ballbesitz und einer intensiven, zugleich sehr fair geführten Begegnung. Zugleich hob er individuelle Leistungen hervor und richtete den Blick bereits auf die nächste Aufgabe. Seine Einschätzungen zeichnen das Bild einer zuversichtlichen, aber selbstkritischen Heimelf – und eines Gegners, der dem Match phasenweise spürbar seinen Stempel aufdrückte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
In den ersten 30 Minuten diktierte die Heimelf das Tempo, suchte über die Flügel den direkten Weg in die Tiefe und fand regelmäßig Lösungen im Aufbau. Steinbacher fasste zusammen: In der Anfangsphase waren wir klar spielbestimmend und haben uns gut über die Außen durchgesetzt. Die letzten 15 Minuten vor der Pause übernahm Vöslau dann mehr Kontrolle. Beide Seiten strebten über weite Strecken ein ruhiges, strukturiertes Aufbauspiel an, jeweils mit längeren Ballbesitzphasen. Nach dem frühen Führungstreffer erhöhte der Gegner den Druck im Pressing. Am Ende sah Steinbacher die eigenen Stärken in der klaren Anfangsphase und in einer reifen Reaktion auf den steigenden Zugriff des Gegners bestätigt – bei aller Anerkennung für dessen Antwort auf den Rückstand.
Den Auftakt prägte eine Standardsituation: Das 1:0 fiel nach einer Ecke – Abwehrchef Andreas Hofer setzte sich wuchtig durch und köpfte in der 12. Minute ein. Zur Pause stand es 1:0. Nach Wiederanpfiff behauptete Weissenbach/Klausen-L./A. den Rhythmus, setzte in den entscheidenden Momenten nach und nutzte die Räume aus Umschaltaktionen. In der 57. Minute erhöhte Mario Klumaier mit sicherem Abschluss auf 2:0, ehe Badri Hassan in Minute 77 eine zielstrebige Angriffssequenz zum 3:0 vollendete. Diese Effizienz in den Schlüsselszenen stand sinnbildlich für Stabilität bei ruhenden Bällen, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und das Gespür, im richtigen Moment nachzulegen – auch wenn der Trainer das Endresultat einordnete: Der Sieg ist verdient, das 3:0 aber etwas zu hoch.
Trotz hoher Intensität blieb die Partie ausgesprochen fair. Steinbacher betonte, dass beide Teams die zweiten Bälle konsequent attackierten und lobte den Spielleiter, der das Geschehen jederzeit im Griff hatte – ohne strittige Szenen oder große Diskussionen. Individuell rückte ein Youngster in den Fokus: Benjamin Sladek überzeugte mit starker Zweikampfführung, nutzte mehrfach Umschaltmomente und lieferte aus Trainersicht ein Top-Spiel ab – für Steinbacher der Spieler des Spiels.
Der Blick geht bereits nach vorn: Nächste Woche wartet ein sehr schwieriges Match gegen ein starkes Team aus der Spitzengruppe. „Es wird wieder einen guten Tag von uns brauchen, damit wir etwas mitnehmen können – am Ende holt die Mannschaft die drei Punkte, die besser spielt.“