Nach dem 1:5 in Blumau ordnete Eldar Topic die Lage des Badener AC in der 2. Klasse Triestingtal ein: Gegen den ASK Blumau sei sein Team in Aggressivität, Zweikämpfen und auf den zweiten Bällen unterlegen gewesen, dazu kamen zu viele Eigenfehler. Statt Schuldzuweisungen setzt der Trainer auf mentale Aufarbeitung, Ehre und Zusammenhalt – und auf die Chance, in den verbleibenden Wochen mit positiver Haltung wieder anzuschieben.

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Sein Fazit fiel unmissverständlich aus: „Klare Niederlage in Blumau, 1:5, auch in der Höhe verdient. Das tut extrem weh – mit einem Sieg hätten wir uns oben festsetzen können.“ Der Blick nach oben gehörte zur Zielsetzung, entsprechend groß war die Ernüchterung nach einem Abend, an dem Blumau die physischen Duelle besser annahm und die Badener Vorstellung hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb.
Früh stellten die Gastgeber die Weichen: Gurur Veltan traf in der 11. Minute zum 1:0, in der 54. Minute zum 4:0 und in der 66. Minute zum 5:1, Adrian Dani legte in der 17. zum 2:0 nach und Hüseyin Erdogdu erhöhte in der 44. auf 3:0; für die Gäste verkürzte Arda Aci in der 55. auf 4:1. Zur Pause stand es 0:3 – genau diese Kaltschnäuzigkeit spiegelte sich in Topics Analyse wider: „Wir haben uns einige Chancen herausgespielt. Wenn wir sie besser ausspielen, fällt in der ersten Halbzeit vielleicht der Anschlusstreffer. Blumau hat seine Chancen eiskalt genutzt.“ Veltan schnürte mit seinen drei Treffern einen Dreierpack.
Der Trainer bemängelte die Umsetzung der Marschroute und die Wucht des Gegners: „Das, was wir vorgehabt haben, war nicht zu erkennen. Die Mannschaft hat den Plan zu wenig umgesetzt.“ Zugleich beschrieb er die Besonderheiten der Spielklasse: „Viele Spieler kommen aus höheren Ligen und glauben, dass man hier genauso spielen kann. In der zweiten Klasse wird anders Fußball gespielt.“ Trotz der Enttäuschung setzte Topic auch ein positives Signal in Richtung Team: „Ich habe Spieler, die richtige Qualität haben. Wenn sie ihre Leistung erbringen, können wir jeden Gegner schlagen.“ Für die kommenden Wochen skizzierte er den Weg: „Wir müssen jetzt mental etwas aufarbeiten, die Spieler bei der Ehre packen. Wir haben noch acht Spiele, rechnerisch ist noch alles möglich. Wichtig ist, dass wir uns in der kommenden Woche erholen, viel miteinander reden, positiv bleiben und weiterarbeiten.“
Vor allem die Heimaufgaben rücken in den Fokus: „Zu Hause können wir drei Punkte holen. Darauf bauen wir auf. Wir müssen weitermachen, positiv denken – das wird der Schlüssel für die nächsten Spiele.“