Spielberichte

Igor Knezevic (Trainer SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II): "Die Jungs waren wie ein T-Zug"

Badener AC
SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II

In der 2. Klasse Triestingtal lieferte die junge Truppe der SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II beim Auswärtsspiel gegen den Badener AC einen starken Auftritt ab und gewann klar mit 6:1. Trainer Igor Knezevic sprach anschließend von einer „hochverdienten“ Sache, lobte Tempo, Biss und Laufarbeit seiner Mannschaft und hob das Kollektiv hervor. „Die Jungs waren wie ein T-Zug“, sagte er – und meinte damit einen Abend, an dem viel von dem aufging, was sich sein Team in den letzten Wochen erarbeitet hatte.

Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Antworten, klares Zeichen: Der erste Durchgang

Der Start gehörte den Gästen, und sie belohnten sich früh: In Minute 13 stellte Luca Curin auf 0:1. Baden schlug zwar prompt zurück – Adrian Sinani glich in der 16. Minute zum 1:1 aus –, doch die Reaktion der Vöslauer fiel deutlich aus. Curin traf in der 26. erneut zum 1:2, Luca Knezevic legte in der 34. Minute das 1:3 nach. Zur Pause stand es 1:3, und das passte aus Sicht von Igor Knezevic zum Bild: „Wir waren von der ersten Minute präsent, agil und top vorbereitet.“ Der Coach sprach von einer Mannschaft, „die aggressiv, bissig und lauffreudig“ war und damit genau das auf den Platz brachte, was man sich vorgenommen hatte.

Druck, Frische, Kollektiv: Knezevic erklärt den Plan

Auf die Frage nach dem Kipppunkt verwies Igor Knezevic auf die Grundidee dieses Abends: dem Gegner keine Luft geben. „Ich wusste, Baden ist spielstark, wenn man sie spielen lässt. Unter Druck bekommen sie Probleme. Das haben wir hervorragend umgesetzt“, erklärte er. Der Trainer betonte mehrfach das Kollektiv und die Frische seiner blutjungen Mannschaft: „Wir haben viele 17-Jährige, dazu ein 16-jähriger Tormann, der hervorragend gespielt hat.“ Die Ansage vor dem Anpfiff sei klar gewesen: Wenn die Laufleistung stimmt, „geht der Sieg nur über unsere Reihen“. Entsprechend selbstbewusst trat sein Team auf: „Es war nie die Angst da, das Spiel zu verlieren.“ Dass Baden vor der Runde im vorderen Tabellendrittel lag, machte die Konsequenz des Auftritts aus Sicht der Gäste umso bemerkenswerter.

Nach der Pause eiskalt – und woran noch gearbeitet wird

Direkt nach Wiederbeginn erhöhten die Gäste und nahmen Baden endgültig den Wind aus den Segeln. Armen Aleksanjan traf in der 47. Minute zum 1:4, legte in der 61. das 1:5 nach und setzte in der 81. mit dem 1:6 den Schlusspunkt. In der Erinnerung des Trainers fiel der „entscheidende“ Treffer zwar kurz vor der Pause: „Das 1:4 hat den Sack zugemacht.“ Laut Ticker kam das 1:4 allerdings unmittelbar nach der Halbzeit. Unstrittig blieb: Vöslau/Kottingbrunn arbeitete weiter gut gegen den Ball, hatte viele Kontersituationen und nutzte seine Chancen eiskalt. Trotz des klaren Erfolgs sieht Knezevic Ansatzpunkte: „Wir wollen das Mindset weiter schärfen und im letzten Drittel den Pass noch sauberer spielen, um noch torgefährlicher zu werden.“ Zur Leitung meinte er nüchtern: „Es gab keine strittigen Situationen. Vielleicht einmal Foul vor einem Tor, aber bei dem Ergebnis spielt das keine Rolle.“ Ausblick: Mit dieser Laufbereitschaft und dem breiten Schulterschluss im Team will seine junge Truppe die nächsten Aufgaben mit ähnlich viel Selbstvertrauen angehen.

2. Klasse Triestingtal: Badener AC : SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II - 1:6 (1:3)

  • 81
    Armen Aleksanjan 1:6
  • 61
    Armen Aleksanjan 1:5
  • 47
    Armen Aleksanjan 1:4
  • 34
    Luca Knezevic 1:3
  • 26
    Luca Curin 1:2
  • 16
    Adrian Sinani 1:1
  • 13
    Luca Curin 0:1