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"40 Punkte sind positiv, aber es wäre mehr drin gewesen" – Badener AC zieht eine ehrliche Zwischenbilanz

Badener AC

In der 2. Klasse Triestingtal steht der Badener AC nach 24 Spielen mit 40 Punkten auf Rang fünf. Für Co-Trainer Amel Sistek ist das eine ordentliche Zwischenbilanz, auch wenn er klar sagt, dass in dieser Saison mehr möglich gewesen wäre. Neben dem sportlichen Rückblick geht es beim Badener AC derzeit auch um personelle Weichenstellungen, weil sich im Trainer- und Funktionsteam etwas verändert. Zuletzt holte die Mannschaft aus fünf Spielen zehn Punkte.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwischen starkem Lauf und dem Gefühl, dass mehr möglich war

Ein Blick auf die Tabelle zeigt gut, warum Sistek den bisherigen Verlauf positiv, aber nicht euphorisch bewertet. Der Badener AC stand im Laufe der Saison schon auf Platz zwei, fiel später aber auch bis auf Rang sieben zurück und hat sich inzwischen auf Rang fünf eingependelt. Diese Schwankungen ziehen sich durch die bisherige Spielzeit. In den letzten fünf Partien gab es Siege gegen SC Schönau, FC Tribuswinkel und FCM Traiskirchen KM II, dazu ein Remis gegen SC Günselsdorf und eine Niederlage gegen SC Alland. Sistek bringt diese Bilanz knapp auf den Punkt: "Mein Rückblick auf die bisherige Saison fällt positiv aus. Wir haben 40 Punkte gemacht." Ganz zufrieden klingt das aber nicht, denn gleich danach schiebt er nach: "Es wäre mehr drin gewesen. Spielerisch können wir uns natürlich noch verbessern." 

Im Hintergrund wird schon an der nächsten Phase gearbeitet

Abseits der Tabelle ist beim Badener AC gerade einiges in Bewegung. Sistek bestätigte, dass der bisherige Verantwortliche den Verein verlassen hat und er selbst die Leitung übernimmt. "Ich habe das jetzt übernommen und werde das künftig leiten", sagt der Co-Trainer, der zugleich ankündigt, dass ihn noch ein weiterer Co-Trainer unterstützen werde. Außerdem soll es einen neuen Sektionsleiter geben, wobei dazu noch nicht alle Details spruchreif sind. Auch im Kaderbereich hält sich der Verein noch zurück. Fixe Abgänge gibt es laut Sistek bereits, Namen wollte er aber noch keine nennen. Bei möglichen Neuzugängen ist die Lage ähnlich. "Neuzugänge haben wir auch, aber zum jetzigen Zeitpunkt halte ich mich dazu zurück." Damit ist klar: Im Hintergrund wird gearbeitet, offiziell machen will der Klub vieles aber erst, wenn alles wirklich fix ist.

Luis Pedevilla ragt heraus, Sistek denkt aber vor allem ans Kollektiv

Sportlich hebt Sistek in seiner Einschätzung weniger einzelne Spieler als vielmehr das Kollektiv hervor. Gerade das passt zu einer Mannschaft, die sich über weite Teile der Saison in der Spitzengruppe gehalten hat, ohne sich ganz vorne festzusetzen. Wenn er dennoch einen Namen nennt, dann den von Luis Pedevilla. "Unser Tormann Luis hat einen großen Sprung nach vorne gemacht", sagt Sistek. Im selben Atemzug bremst er aber jeden Versuch, die Entwicklung nur auf einen Spieler zu reduzieren. "Ich muss das Kollektiv der Mannschaft hervorheben, nicht einen persönlich." Sistek ist froh, dass alle gesund und munter sind. Das ist in einer langen Saison keine Kleinigkeit und gibt dem Trainerteam zumindest auf dieser Ebene Ruhe für die nächsten Schritte.

Pfaffstätten ist für ihn der Maßstab, der Blick geht nach vorne

Gefragt nach dem stärksten Eindruck in der Liga nennt Sistek ohne Zögern: "Pfaffstätten mit ihrer Kontinuität in der Rückrunde." Die Begründung fällt klar aus und sagt auch einiges darüber aus, was er sich von seiner eigenen Mannschaft wünscht. Daneben hebt er auch die Auftritte der jungen Teams von SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II und FCM Traiskirchen KM II hervor. Für den Badener AC liegt damit auch die Richtung für die nächsten Wochen auf der Hand. Die Punkteausbeute ist ordentlich, die personelle Lage entspannt und im Verein werden die nächsten Entscheidungen vorbereitet. Gleichzeitig macht Sisteks Tonfall deutlich, dass Rang fünf mit 40 Punkten nicht als Endpunkt gesehen wird, sondern eher als solide Basis für den nächsten Schritt.